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Physikalisches Labor 1969 begann ich meine berufliche Tätigkeit bei der Firma G. Siegle GmbH & Co., Stuttgart, die dann 1970 durch die BASF AG, Ludwigshafen, übernommen wurde.

Die Firma stellt vor allem organisch und anorganische Farbpigmente für die Einfärbung von Lacken, Druckfarben und Kunststoffen her. Daneben auch Zusatzstoffe wie z.B. Stabilisatoren für PVC.

Ich war zunächst Mitarbeiter für alle anfallenden Arbeiten in der physikalischen Forschung und Materialprüfung. Hier fielen neben den routinemässigen Prüfarbeiten schnell auch Arbeiten an, die in der Einführung, Verfeinerung oder Ausarbeitung neuer Verfahren bestanden.

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Produkt- und Qualitätskontrolle u.a. ...
  • Elektronenmikroskopie
  • Sedimentations- und Korngrössenanalyse, Spezifische Oberfläche
  • Benetzungsverhalten, Phänomen der Grenzflächen(-spannung)
  • Elektrische Eigenschaften (Dielektrika, Halbleiter)
  • Fogging in Auto-Kunststoffen
  • IR- und UV-Analyse, Chromatografie
  • Fachfotografie, Dunkelkammer
  • Remissionsspektralanalyse
  • Farbmetrik, Farbrezeptur-Berechnung
  • Glanzmessung Fotogoniometrie
  • Röntgenstrukturanalyse
  • und andere Anwendungstechnische Parameter und Verhaltensweisen
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Wiederaufnahme
des Studiums
Daneben nahm ich mein Studiums der Chemie an der Universität Stuttgart wieder auf.


Laborleiter
Arbeitsschwerpunkte
Ab 1971 wurde ich Gruppenleiter mit Personalverantwortung mit immer wieder neuen Arbeitschwerpunkten.


EDV-gestütztes
Info-System
Die Idee, die täglich in sehr grosser Zahl anfallenden Messergebnisse zu speichern, auszuwerten und miteinder zu verbinden, entstand durch die Mühsal der Lochkarten und das gleichzeitige Auftauchen der ersten "Arbeitsplatzrechner". Sie brauchte Einarbeitung in die damals vorhandene Rechnerarchitekturen (Wang, Dec, HP) und ihrer Programmierung und Anbindung an Messgeräte.

Dies führte zum schrittweisen Aufbau eines integralen Labor-Prüf- und Informations-Systems (zunächst Physikalische Anwendungstechnik unter meiner anfänglichen Leitung. Schrittweise wurde es ausgeweitet auf Forschung, Produktion u.a. Prüflaboratorien).

  • Planung
  • Beschaffung
  • Programmierung
  • Organisation, Motivation, Schulung
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Grundlagen- und anwendungstechnische Forschung Produktentwicklung und -optimierung
  • Coatingverfahren für Pigmente
  • Neue Produkte und Herstellungsverfahren, Produktoptimierung
  • Neue Mess- und Steuerungsverfahren (Goniophotometrie, Teilchenzählverfahren u.a.)
  • Erarbeitung statistischer Optimierungsstategien
  • Design, Erstellung, Überwachung und Auswertung von Versuchsplänen

Forschungsprojekte zur

  • Benetzungsverhalten von Pigmenten (Sedimentvolumen, Benetzungsvolumen u.a. und deren Bedeutung für das anwendungstechnische Verhalten)
  • Verfahrensoptimierung in der Produktion (z.B. Einsatz der Sprühtrocknung, Pelletierung, Coating, Elekroosmose an semipermeablen Membranen)
  • Visualisierung von Produktionsabläufen
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Veröffentlichungen intern und extern, zu div. Bereichen, u.a. zwei Arbeiten, die als Diplom- und Dissertationsarbeiten eingereicht werden sollten, wegen Lerstuhlwechsel dann aber nicht angenommen wurden; darauf erfolgte mein Studienabbruch 1977.


Statistik Schon ab ca. 1971-72 begann ich mit der schrittweisen Einführung statistischer Methoden. Dies um so schneller, als Rechenkapazität mit den ersten Tischrechnern von HP und WANG ausserhalb der traditionellen EDV verfügbar wurde.
  • Aufbau und Einführung allgemeiner statistischer und standardisierter Verfahren in der Anwendungstechnischen Prüfung
  • Beschreibende Statistik (Prüfstatistik)
  • Analyse von Versuchen (u.a. Varianz- und multiple Regressionsanalyse)
  • Programmierung
  • Versuchsplanung, -auswertung und -optimierung
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Programmierung Mit der Verfügbarkeit der ersten Tischrechner von HP und WANG ab ca. 1971 und der ersten PDP 8 kam eine sehr grosse Zahl von Programmiervorhaben auf die Abteilung zu. Um den Anforderungen gewachsen zu sein, lerne ich eine Programmiersprache nach der andern und es wurden neue Mitabeiter eingestellt und diese mussten ebenfalls ausgebildet und ihre neuen Aufgaben herangeführt werden.

Zunächst musste ich mich jedoch selbst in diese Materie einarbeiten. Projekt beinhalteten u.a.:

  • PL/1, div. Assembler, BASIC, FORTRAN, PASCAL, MODULA-2 und div. Spezialsprachen
  • LIMS
  • Mess-Arbeitsplätze
  • Farbmetrik und -rezeptur
  • Oberflächenanalyse
  • Mess- und Steuersysteme, Schnittstellen
  • Bildauswertung
  • Terminalemulationen zur PC-Integration
  • Schnittstellen zu Großrechner-Systemen

Schnittstellen zu Geräten beinhaltenen häufig den Eigenbau von Hardware ("mit dem Lötkolben programmieren"), da diese am Markt nicht verfügbar war.

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Auszubildende, Mitarbeiteraus- und weiterbildung Neben einer eigenen intensiven externen Weiterbildung wurde dieses und das innerbetrieblich erworbene Wissen in internen Veranstaltungen und während der täglichen Arbeit praktisch und theoretisch weitergegeben.
  • Ausbildung von Chemielaboranten, Betreuung von Praktikanten
  • Erwachsenenbildung, Mitarbeiterweiterbildung
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Computer- und Netzwerktechnik Während die Jahre 1970 bis ca. 1985 i.W. durch die "alte" Rechnertechnik geprägt war, kamen mit den IBM-PCs und ihren Nachfolgern völlig neue Möglichkeiten ins Blickfeld; so auch die Möglichkeit der Vernetzung dieser Rechner und ihre Kopplung an die alte Technik.

Bereits ab ca. 1980 war klar, dass mit dem Aufkommen der Tischrechner von Apple und Commodore ein Paradigmenwechsel eintrat. In diese Zeit fallen daher auch die Überlegungen, eine eigene EDV-Firma zu gründen, was dann 1882 mit Gründung der MTS GmbH auch geschah.

  Projekt-Details...

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Auflösung des Standorts Stuttgart 1990/91 wurde der Pigment-Standort Stuttgart schrittweise aufgelöst. In diesem Zusammenhang entschied ich mich, keine Stelle in Ludwigshafen oder Besigheim anzu nehmen, sondern übernahm die Geschäftsleitung der MTS GmbH als Vollzeitarbeit, nicht zuletzt, weil auf Grund des Wachstums eine Führung "nebenher" nicht mehr möglich war.

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