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Hier finden Sie Hinweise auf Neues, entweder hier direkt oder aber als Verweis (neudeutsch link genannt..). Ganz oben jeweils das aktuellste.

Deutschland Europa

Eckhard Schulze - Wachstum, SPD Berichte im Stern

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Knappe Zeit?
Häufiger mal bei Pickings.de informieren!

Zeit die Masse?
Dann tauchen sie mit dem Perlentaucher nach Kulturperlen...

Oder schauen Sie in den Presse-Links nach Hirnfutter.

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  Aktuellere Beiträge (nach dem 31.10.04)

28.10.2004

OCHI - Neinsagen ist oft angebracht

Die Griechen sagten heute vor 64 Jahren »NEIN«, OCHI eben. Und das feiern sie heute noch als einen ihrer Nationalfeiertage. Das Europäische Parlament tat das gestern zum ersten mal, ängstlich zunächst, der eigenen Macht und Courage nicht trauend, letztlich aber im Selbstverständnis ihrer Aufgabe - welche sonst wenn nicht die, Kontrolle auszuüben? Kontrolle ohne Konsequenzen? So hat es den Anschein, wenn man die Reaktion von Kanzler & Aussenminister mitbekommt.

Die Reaktion von Fischer und Schröder, Beschwörung einer Gefahr, einer Krise der EU: Nur weil das Parlament mit der "Regierung" nicht einverstanden ist? Was ist das für ein Demokratieverständnis?

It's a SONY - Fluch oder Freude?

Fehlende Ersatzteile, Softwareupdates, Websites, Informationen. Der Rückzug vom europäischen Markt scheint nicht nur bei Handhelds stattzufinden: Selbst für einfache Objektiv-Deckel für die Kamera wartet man 3 Monate vergebens...

Gottesstaat - Wo? Wieso? Was denn?

Die USA und die Wiedergeborenen Heilsbringer. Amerika vor der Wahl, Aufstand der Evangelikalen. Man reibt sich die Augen und weiss nicht mehr, wo man hinblcken soll, wenn vom Gottesstaat die Rede ist.

Und nun heute das: In Afghanistan foltern die US-Truppen genauso und seit eh' und je wie im Irak:

US-Gefängnisse in Afghanistan
Brutalere Foltermethoden als im Irak
Häftlinge in US-geführten Gefängnissen in Afghanistan erleben täglich Misshandlungen und sexuelle Übergriffe. Dort werde von US-Soldaten noch brutaler gefoltert und gedemütigt als in den skandalumwitterten Haftanstalten im Irak, berichtet das ARD-Magazin Kontraste...

[Video]

Und nun? Was bleibt, als zu konstatieren, dass sie die Macht haben, aber sonst nichts? Kein Verständnis, keine Entschuldigung! Diese Regierung, gleich welche davor war und jetzt kommt, ist abgrundtief unmoralisch.

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31.08.2004

Four More Years! - No More Years?

not my president.

29.08.2004

Was Sie schon immer wissen wollten...

... aber schon immer wussten: Wer nix hat, kann nix ausgeben. Und: wer zuviel hat kommt auf blöde Gedanken. Aus der Stuttgarter Zeitung vom 28.8.2004 (Seite 2) erfahren wir das unter Die Reichen wollen gesund sein,aber nicht klug - Zahlen und Fakten aus Deutschland (3): Wofür Bürger Geld ausgeben – Grundbedürfnisse kosten immer größeren Anteil vom Budget [*]:

WOFÜR DIE DEUTSCHEN IHR GELD AUSGEBEN
Alle Angaben in € Arme *) Reiche **)
Nahrung 149 427
Kleidung 44 206
Wohnen 369 997
Grundbedürfnisse 562 1630
Möbel/Hausgeräte 55 297
Gesundheit 21 284
Auto 73 622
Telefon 35 80
Unterhaltung 94 479
Kneipen/Hotel 34 218
Bildung 3 25
Sonstiges 42 148
zusammen 919 3783

*) Haushaltseinkommen unter 1278 Euro/Monat
**) Haushaltseinkommen zw. 5113 und 17 895 Euro/Monat
Quelle: Statistisches Bundesamt Stand: 2001, nach StZ Nr. 199 v. 28.8.04

Möglicherweise ist das ja »überall« so; aber das hier ist Deutschland. Wo Auto, Unterhaltung und Kneipengänge mehr als ein Drittel der Ausgaben ausmachen, Bildung aber mal gerade schlappe, aufgerundete 0,7% - pah! da lässt sich's leben, im Land der Dichter und Denker...

Zitat:
Eine Zahl der amtlichen Konsumstatistik kann in einem Land nachdenklich machen, das sich einst für eines der Dichter und Denker gehalten hat und dessen Elite nicht müde wird zu betonen,wie wichtig die Bildung für die Zukunft der Gesellschaft sei. Dieselbe Elite,jedenfalls die Geldelite, wendet im Monat nicht mehr als 25 Euro für die eigene Bildung auf. Das sind gerade einmal elf Prozent dessen,was in derselben Zeit in Kneipen und Hotels gelassen wird.

Und das bekommen wir mit der aktuellen Diskussion über Sozial- und Gesund-heitskosten, Bildungsoffensive, Generationkonflikt übereinander? Auf ein Neues Schuljahr!

Vielleicht verhelfen ja ein paar Zitate dem lahmenden Hirn zu neuen Denk-richtungen...

Geschafft.

Die »Spiele« sind rum, Griechenland hat seinen Schuldenberg, einige ihren Doping-Skandal - aber schööön war's - angeblich; ich habe dazu ausnahms-weise mal nichts zu sagen. Ausser, dass ich noch eine Weile warte, bis ich mich wieder nach Athen wage - denn schön ist es in Griechenland, auch im Herbst und nicht nur bei 40 oC im Stadion.

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24.08.2004


Olympiaverdächtig...

... gross ist die Zahl der Städte noch nicht, aber ein Anfang ist gemacht. Worum geht's? Um Kinder, die sich unter Ihresgleichen und Erwachsenen zuweilen nicht sicher fühlen können. Um die Möglichkeit, in unseren anonymen Stadtwüsten für Kinder in Bedrängnis Fluchtpunkte und Schutz zu etablieren. Die Stiftung »Hänsel und Gretel« hat sich zum Ziel gesetzt, Notinseln in Institutionen und Geschäften in den Innenstädten zu etablieren. Eine gute Idee. Schauen Sie mal rein, vielleicht entsteht dann wieder eine neue Notinsel.

Es bleibt natürlich die Frage unbeantwortet, warum in dieser Gesellschaft Notinseln für Kinder eingerichtet werden müssen. Womit wir in der Diskussion über die Kinder- und Familienfreundlichkeit unserer Politik landen. Denn dass nun ausgerechnet unser derzeitiger Ministerpräsident die Website der Stiftung schmückt, könnte die/den eine/n oder andere/n verwirren... Fragen über Fragen also.

Jedenfalls: Folgende Städte sind bereits mit von der Partie - wie gesagt: keine Spitzenleistung:

  1. Bochum
  2. Bruchsal
  3. Calw
  4. Eberbach
  5. Forst
  6. Karlsruhe
  7. Kornwestheim
  8. Landau
  9. Langenau
  10. Ludwigsburg
  11. Ludwigshafen
  12. Mannheim
  13. Östringen
  14. Ulm
  15. Weinheim



 

Wieder gedichtet...

... hat der Meister des derzeitig ungetrübtesten Humors, Robert Gernhardt, einer meiner Lieblingsschreibenden, wie viele wissen: DIE K-GEDICHTE handeln nun aber nicht von den »klassischen 3 Ks« (Sie wissen schon: diese weiberfeindlichen...) sondern von Krankheit, Krebs und Krieg. Dennoch behalten Kritik, Kunstverstand und nicht zuletzt Komik die Oberhand. Diese Themen und das schwere Los, mit zwei Geiseln der modernen Menschheit geschlagen zu sein, findet in Herz in Not und eben jetzt in den K-Gedichten seinen (wohl sicher nicht nur für mich) nachvollziebaren Widerhall.

Aber das Leben geht weiter, trotz Alter & Krankheit:

Herr Aufgeschnitten
läßt wieder bitten:
»Frau Unversehrt
wird sehr begehrt!«
(KURZNACHRICHT, Die K-Gedichte, Seite 25)

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29.07.2004

Vielleicht...

... könnten die Menschen »doch ein wenig, ein ganz klein wenig besser werden, wenn man sie oft genug beschimpft, bittet, beleidigt und auslacht.«, meinte Erich Kästner einmal. Heute ist sein 30. Todestag. Eine Beitrag in der ZEIT.

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27.07.2004

Betrifft: Mich nicht...

...sagt da ein jeder. Ein jeder? Vielleicht lohnt doch ein Blick. Denn wer ist nicht Kunde der Telekom? Der CCC weist (mal wieder...) auf ein Sicherheitsdebakel bei der Telekom hin. Und wer sitzt da mit im Boot. Na? Richtig! die Firma Microsoft.

Kurz und knapp:

Es geht um Ihre Daten und wie die Telekom damit umgeht. Um nicht zu sagen: ...und wie sie diese der breiten Öffentlichkeit anbietet. Und da Microsoft mit von der Partie ist, die Firma, die zwar fast 100% der PCs per Betriebssystem »betreut«, dafür aber auch massgeblich zu ca. 100% aller Viren, Würmer und sonstigen garstigen Softwarekrabbeltiere auf sich zieht (heute ging's -mal wieder- den Suchmaschinen-Betreibern »vierisch« an den Kragen) - also, weil nun M$ beteiligt ist und wieder nichts Gutes dabei heraus gekommen ist: Warum kapieren wir in unserer Mehrheit nicht, dass Schluss sein muss? Schluss mit Lustig, Schluss mit Monopolen, die alles verdrecken, physisch, elektronisch/-magnetisch, informell? Schluss mit einem Betriebssystem, an dem sich die Virenscanner-Firmen ebenso dumm und dämlich verdienen wie die Einlass-Gewährer selbst? Schluss mit dem Wahnsinn, der 100-seiten-weise die PC-»Fach«-Presse füllt?

Noch nie einen Virus gehabt? Keinen versauten PC nach einer versauten E-Mail? Noch nie Geld und Zeit verbraten mit sinn- und endlos langen Downloads des x-ten Sicherheits-patch jede Woche? Nein? Wirklich nicht oder nur (noch) nicht bemerkt? Glücklich san's - wie ich. 24 Stunden pro Tag am Internet, E-Mails in Massen, auch Spam in Massen. Aber noch nicht verunglückt. Glück? Um- und Einsicht? Die richtige Software, das bessere Betriebsystem? Alles mal beiseite: Hier geht es nämlich um Ihre Daten, ggf. um Ihr Geld:

"[...] Das Wissen um die Sicherheitslöcher befähigte die Redaktion, Einblick in vertrauliche Informationen der Betriebsdatenblätter aller Kunden des T-Mart Web-Services zu nehmen", so Engling und weiter: "ein Angreifer wäre somit im Besitz sämtlicher Zugangspasswörter aller Kunden dieser auf OBSOC basierenden Dienstleistung".
Der Autor hat die Deutsche Telekom seit nunmehr einem Jahr wiederholt vertraulich auf die Sicherheitslücken hingewiesen. Anstatt deren Ursachen zu beheben, wurden aber lediglich einige Symptome bekämpft. Der CCC fordert daher jetzt die Deutsche Telekom AG öffentlich zu einer Stellungnahme und zur unverzüglichen Absicherung der Softwarebasis ihrer Kundenverwaltung auf. Der CCC fordert die Deutsche Telekom AG außerdem auf, umgehend ihre Kunden über dieses Problem zu informieren.

Aus:
»Datenschleuder« und E-Mail-Liste des CCC
( http://www.ccc.de/mailinglists/?language=de )

BTW: nicht aus aktuellem Anlass, aber dennoch: Ich habe jetzt neben den M$-Maschinen einen Apple...

Und das mit der »richtigen« Software - da ist was dran!

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20.07.2004


Gesucht wird...

...ein Junge aus Portugal. Er verschwand 1998 spurlos in seiner Heimatstadt. Nachfolgend der E-Mail-Text eines Freundes aus Portugal im Original. Kommentar überflüssig - auch wenn die Geschichte absurd klingt. Derartiges passiert in Russland, in ..., in ... -- überall in der Welt. Vielleicht können Sie helfen:

	POLICIA JUDICIARIA
	Direktoria do Porto 
	Rua Assis Vaz, 113
	4200 Porto
	Tel +351 225 070 800, +351 225 088 644
	Fax +351 225 023 642
	Mail directoria.porto@pj.pt
	


[...] The story of this boy goes like this:

One day he and a friend after school were asked by a neighbour to go someplace to have sex with prostitutes. The friend refused in the last minute. So the neighbour took Rui Pedro with him. A very well known prostitute in the area remembers to have sex with him and also remembers the neighbour that took the boy there. After a white van was seen in the place where his bicycle was found. And no one saw him again. We know that the kid was taken by a pedofile gang. And he has been seen in the company of a very known pedofile in places like the spanish islands or the french riviera. Unfortunately when the alarm was given he had time to get away before being caught. So what the parents ask is just this, if anyone sees the boy please inform the police but dont look too much to the boy or give the idea that recognize him. Because it was due to this that the pedofile got away in the spanish islands. Someone claim that the boy was seen in Holland. So he can be anywhere. I think is my duty as a father to help this familly that lives this tragedy for years now.

Thank you
Luiz

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12.07.2004


Wo lassen Sie sich betrügen?

Ob Sie aufpasssen wie ein Schiesshund oder nicht: Es passiert Ihnen an allen Ecken und Enden. Aber der derzeit dreisteste Fall ist wohl doch der von Vodafone. Vermutlich sind sie entrüstet, dass Sie mit vielen anderen zusammen die frech zusammengerechneten Verluste der Mannesmann-Übernahme bezahlen sollen. Na und? Was nun? Attac hat die Kampagne Vodaklau gestartet, da können Sie zumindest mal anfangen, was zu tun.

Ja, und dann läuft ja in der Regel ein Handyvertrag nach max. 2 Jahren ab. Schauen Sie doch mal nach und kündigen Sie ihn rechtzeitig. Oder wollen Sie freiwillig einen Konzern finanzieren, der dem braven deutschen Steuerzahler frech und dreist 20.000.000.000,00 € aus der Kasse nimmt - in der im Übrigen gar nichts drin ist. Um die erst mal zu füllen, dazu -- nun, das ist eine andere Geschichte, die erzähl' ich Ihnen später.

Oder nie.

Geld kostet fast alles...

... auch meine Website, ca. 30€ jeden Monat, meine Zeit nicht mitgerechnet. Reklame auf meiner Seite - das kommt nicht in Frage. Aber: Wenn Sie so was brauchen wie einen DSL-Anschluss, eine Domain, eine E-Mail-Adresse o.ä., dann könnten Sie das über meinen Internetshop abwickeln. Vorteil für Sie: Sie können mich fragen (z.B. per E-Mail). Vorteil für mich: Die Provision bleibt bei mir hängen... Das geht mit leidlich gutem Gewissen, denn ich habe meine Website auch bei 1&1 und bin voll zufrieden.

Schauen Sie doch mal vorbei, vielleicht brauchen Sie davon was.

Oder nicht.

Lesen verboten?

Nein, soweit sind wir hier noch nicht. Auch in Amerika nicht. Dort wird nur demnächst penibel überwacht, was Menschen dort lesen. In Buchhandlungen und Bibliotheken zum Beispiel. Der Patriot Act will es so.

Und da wir noch etwas Zeit haben im »alten Europa«, da möchte ich darauf hinweisen, dass es das Deutsche Wörterbuch (DWB) der Brüder Grimm jetzt auch auf CD gibt.

Wozu? Naja, zum Lesen eben. »Lesen Sie deutsch so lang' es es noch gibt« -

Oder so.

Schreiben - aber wie?

Die Diskussion reisst nicht ab: Soll die Rechtschreibreform nun stattfinden, reformiert oder pur und so verkorkst, wie wir derzeit uns schriftlich aus zu drücken haben sollen (die armen Kinder müssen ja leider, von Staats wegen...).

Ich empfehle da Die Aura der Wörter, eine Denkschrift von Reiner Kunze (Radius-Verlag, 2003); zu lesen natürlich. Und bis sich die Herrschaften entschieden haben, schreiben wir eben - entweder

So oder so.

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23.06.2004

Dick und Doof...

... einmal ganz anders: Ich habe eine neue Wirtschaftszeitschtrift entdeckt und darin einen interessanten Artikel über die allfällig anstehenden aber nicht stattfindenden Reformen. Mahlzeit. *

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22.06.2004

"Und als wir endlich den Kopf hoben,

... sahen wir im Spiegel ein fremdes, ein hassenswertes Gesicht: unser eigenes." so schrieb 1958 Jean Paul Sartre in einem Vorwort zu einem Buch über die Folterefahrungen des französischen Journalist Henri Alleg. Nachdem in Deutschland die Diskussion über eventuell-und-vielleicht-unter-gewissen-Umständen-doch-anwendbare Folter nicht verstummen will, hat sich Jan Philipp Reemtsma (nochmals) zu Wort gemeldet; ein lesens- und beden-kenswerter Beitrag in der taz.

Fratze im Spiegel. Zur Diskussion um die Relegitimierung der Folter von Jan Philipp Reemtsma :: Eigentlich sollte es in Deutschland keine Debatte über Folter geben, denn es gibt darüber nichts zu diskutieren, so der Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Folter ist und bleibt unter allen Umständen verboten und jede Abweichung von diesem Verbot stellt einen Zivilisationsbruch dar. Wenn man Ausnahmen zulasse, so der Autor, werde der Rechtsstaat und damit die moderne westliche Zivilisation in ihren Grundfesten erschüttert.

aus: Internationale Politik der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.

Zum Schweigen verdonnert...

... wurde der US-Unteroffizier Samuel Provance, Mitglied des in Deutschland stationierten Nachrichtenbataillons (»Folterbrigade«). Warum nur, warum? Zwei Artikel heute in der Stuttgarter Zeitung, [1] und [2]. -- [*]

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15.06.2004

Ich kann gut verstehen...

... daß Sie hier nicht weiterlesen. Das wirkliche Leben: Es ist alles zu kompliziert. Und zu viel. Und überhaupt: Um sich eine eigene Meinung bilden, erhalten und leisten zu können müßte man ja nicht nur hier weiterlesen. Nein, auch den SPIEGEL, die FAZ, die taz, das Amtsblatt, die SD, die StZ, die NRZ, die... das... den...

Und DIE ZEIT. Und genau die haben wir nicht. Keine Zeit heute. Es ist doch Fussball. Und den, den kennen wir: rund, schwarz-weiß, zuweilen nicht zu halten...

Deshalb mache ich es Ihnen heute leicht: Berauschen Sie sich am atemberaubenden Kampfgeschehen in der Provinz. Da bleibt dann nach kurzer Zeit Raum für anderes, z.B. Politische Kultur oder Satire oder eben der schiere Zynismus...

Schönen Abend heute abend...

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14.06.2004

Nach diesem Superwahltag...

... gestern hilft nur noch eins: Jaganellis Hooompeitsch ansehen und glücklich sein. Es gibt noch Dinge, an die man glauben kann - zum Beispiel an die Kreativität von einigen Wenigen... Und Fakten! Lassen Sie sich verwöhnen.

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06.06.2004

Ein grosser Irrtum...

... war es wohl, zu glauben, dass mit den Beiträgen von Susan Sontag das Problem »Fotografie und Krieg« hinreichend erörtert worden wäre.

Weit gefehlt - das Thema holt uns wieder ein, überholt uns. Nicht nur Gewalt im Fernsehen generell, der (schon wieder vergangene?) Irak-Krieg mit seinen »eingebetteten Journalisten« haben neben pseudo-»sauberer« Kriegsberichterstattung wieder und wieder Fragen über den Sinn und Wahrheitsgehalt solcher Bilder generiert; vor allem die Bilder über die Behandlung von Gefangenen und hier vor allem die grässlichen Aufnahmen aus dem Gefängnis Abu Greib lassen einem das Blut in den Adern gefrieren. Da brauchte es nicht auch noch die hierzuland losgetretene Diskussion über die Legitimität der Folter - gerade mal ein Jahr her...

Gleich mehrere Beiträge hierzu in Funk und Presse:

  1. Stuttgarter Zeitung, 5.6.2004, Der Gewalt ins Gesicht sehen - Bilder vom Krieg (1): Warum setzen sich Kriegsfotografen dem Grauen aus?[1]
  2. Stuttgarter Zeitung, 5.6.2004, Nicht nur Gutmenschen machen gute Fotos - Bilder vom Krieg (2): Wer sie betrachtet, schaut auch zu [2]
  3. SWR2 (Südwestrundfunk), Beitrag am 9.6.2004, 17.05 Uhr:

    Mi., 09.06.2004: Zeugen der Folter -

    Die Funktion von Fotos im Krieg
    Gesprächsleitung: Dietrich Brants


    Weshalb fotografieren Soldaten ihre Gräueltaten? Weshalb posieren sie sardonisch grinsend neben ihren Opfern? Weshalb die Gesten aus dem Repertoire der Pornografie und des Sado-Masochismus? Sind diese Fotos Trophäen, Triumphgesten oder schlichte Andenken? Oder haben solche Bilder von Gefolterten, Gehenkten und Erschossenen, wie sie Wehrmachtsoldaten im Zweiten Weltkrieg in der Brusttasche mit sich trugen, den Charakter eines Amuletts - als besäßen die Bilder vom Leiden anderer eine magische Wirkung und könnten vor eigenem Leiden schützen? Weshalb haben amerikanische Soldaten Fotos der Folter in dieser gigantischen Zahl geschossen? Weshalb sollten die Bilder in Umlauf gebracht werden, obgleich sie für die Kriegsziele der USA offensichtlich kontraproduktiv sind? Ist Susan Sontags These, dass eine allgemeine gesellschaftliche Tendenz, Folter, Perversion und sexuelle Demütigung als Spaß zu verstehen, solche Bilder ermöglicht, die Erklärung? Aus welchem Bildrepertoire schöpfen die knipsenden Soldaten? Nicht zuletzt: Werden wir durch das Betrachten der Fotos zu Komplizen der Täter? Darüber diskutieren im SWR2 Forum: Prof. Christina von Braun, Kulturwissenschaftlerin, Humboldt-Universität Berlin; Dr. Kathrin Hoffmann-Curtius, Internationales Zentrum für Kulturwissenschaften, Wien; Prof. Klaus Theweleit, Soziologe, Universität Freiburg.

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05.06.2004

In Memoriam

Von Reinhard Döhl haben sich gestern seine Familie, Weggefährten, Freunde und Bekannte verabschiedet. Ein Abschied der schlicht, ehrlich, bewegt und bewegend war. Dennoch: Ein Mensch, der auch ein öffentlicher war, Wahlstuttgarter, Hochschullehrer, Lyriker, Wissenschaftler, Literat... Treten zu solchen Anlässen nicht Vertreter der Instanzen an -erwünscht oder nicht, freudig beachtet oder peinlich- in denen er gewirkt, in deren »Mauern« er gelebt hat? Voll der lobenden Worte -- wenigstens zum Abschied?

Ob sie nun wirklich vermisst wurden ist die eine Frage. Es bleibt aber doch festzuhalten, dass weder die Universität an der er gelehrt und geforscht noch die Stadt, in der er gewirkt hat, es für nötig gehalten haben, Reinhard Döhl zu würdigen; wenigstens für jeden sichtbar durch Anwesenheit.

Nur wenig überspitzt formuliert darf man feststellen (und das ist wahrhaft tröstlich), dass sich die Verhälnisse in Stuttgart seit Schillers Zeiten doch wesentlich gebessert haben: Ihn hat man seinerzeit gejagt...

Vernissage...

... gestern abend in der INTER ART-Galerie in Stuttgart: Bilder und Objekte von Günther Sommer, Objekte und inszenierte Fotografie von Isabel Östreich.

Bilder von der Vernissage finden Sie in meiner Foto-Galerie.

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02.06.2004

Reinhard Döhl +

Nicht jeder, der hier liest wird nicken und sagen: Ach... Denn wie dichtete er selbst? Reinhard Döhl starb am vergangen Samstag. Entgegen seiner pessimistischen Einstellung, werden nicht nur Spuren bleiben.

Grosse Namen tauchen um ihn auf: Walter Benjamin, Max Bense, Helmut Heißenbüttel, Max Horkheimer, Ernst Jandl... Die Stuttgarter Literatur- und Philosophenszene war und ist so leer ja nicht - auch nach Schiller & Co... Aber für mäulesmühle-geeichte Rezeptoren war Reinhard Döhl wohl doch zu harte Kost. So hatte er es schon schwer, von den Schwaben geliebt und anerkannt zu werden, der Westfale. Auch das Programm der Hofer Literaturtage liest sich nicht gerade wie das Who-is-who der Anonymen...

[Mehr...]

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01.06.2004

Bald ist Bergfest...

... will sagen, das halbe Jahr ist schon fast wieder rum, die Wahl des Bundesköhlers auch, Sasser auch, Kaplan verschwunden, Zuwanderungs-kompromiss ist (vielleicht) gefunden, Rentenbesteuerung ist (tatsächlich!) gesichert, Bush ist der Lüge überführt, Irak und Afghanistan versinken eher im Chaos als im liebenden Arm der folternden Friedensengel...

Aber was kommt? Z.B.

Franz Kafkas...

... 80. Todestag am 3. Juni, Gelegenheit, sich nach Lesestoff umzusehen, den man doch immer schon... Schaun Sie mal nach; vielleicht findet sich was, das passt.

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