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20.03.03 - 30.04.03 01.01.03 - 19.03.03 Mai - Dezember 2002

Eckhard Schulze

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Zeit die Masse?
Dann tauchen sie mit dem Perlentaucher nach Kulturperlen...

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  Aktuellere Beiträge (nach dem 30.06.03)


30.06.2003

Gesundheitsreform: Wo anfangen?

Nichts leichter als das: Bei den Rauchern! Halt! Langsam! Wieder erst denken, keine anzünden! Maus ein wenig ranholen, Glas ranrücken an den Bildschirm. Zweimal auf dem Stuhl hin und her rücken, Monitor zurecht drehen. So. Jetzt hier klicken & lesen. Fertig?

Dann wären wir also beim Thema.

Perspektive Deutschland

...ist eine neue Rubrik auf dieser Baustelle - 'tschuldigung: »web site«; schaun Sie mal vorbei, aber nicht ohne hier weiter zu lesen...

Eines Requiems...

... bedarf es nicht, ein dies irae ist es nicht und darf es auch nicht sein. Aber die Art, wie die IG Metall ihre Mitglieder verheizt hat, wie liederlich und ohne Einbezug historischer unde praktischer Erfahrung sie diesen Streik geführt und nun verloren hat - das hätte weder sein müssen noch dürfen.

Und dennoch: Der Grundgedanke war richtig. Ein Kommentar im freitag weist in die richtige Richtung. Ich denke, ein »Tal der Tränen« werden wir durchwandern müssen, ehe uns wieder bewusst wird, was wir gewerkschaftlicher Aktivität verdanken. Das sollten vor allem alle Brüller und hämischen Kommentatoren bedenken, die ihr Tarifgehalt, ihren verbrieften Urlaub, ihre Sozial- und Krankenversicherung (trotz alledem und wenigstens die...) so weit beeinander haben.

Die negative Presse, der Frust, die Häme: All das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir Gerekschaften brauchen, mehr denn je. Sehen wir zu, dass interne Grabenkriege innerhalb des DGB und zwischen Einzelgewerkschaften zugunsten einer gemeinsamen, für Arbeitnehmer erfolgreichen und der breiten Bevölkerung einsichtigern Politik aufgegeben werden. Die Kräfte und die Erfolge werden wir bitter nötig haben. Das kann aber sicher nicht bedeuten, denjenigen zu folgen, die mittlerweile die Frechheit besitzen, die Notwendigkeit von Gewerkschaften schlechthin zu bestreiten, sondern auch denen zu widerstehen, deren Dummheit zu eben demselben Urteil führt; das sind zwar in nicht geringem Umfang auch Arbeitnehmer, aber sehr häufig eben jene, die die Gunst der Stunde für Sozialabbau und »Angleichung« an die globalen Verhältniss versuchen - das Kapital, das angeblich form- und fassungslos durch die Gegend geistert: es hat Gesichter und dahinter Gehirne...

Solidarität war, glaube ich der Begriff, der zum Erfolg führte, bei Reformen, der Überwindung von Widerständen, dem Kampf um Gleichwertigkeit in der Gesellschaft. Und Solidarität bedeutet auch, aktiv zu werden. Eben:

Demokratie ist...

..., wenn alle hingehen. In Abwandlung von Brechts »Stell' die vor...« scheint seine Vision in Erfüllung gegangen zu sein; allerdings anders, als er es sich wünschte, denn zum Krieg gehen zu zu viele ja immer noch zu gerne: »Stell Dir vor, es sind Wahlen und es geht keiner hin«.
   Beispiel OB-Wahl in Ludwigsburg. Wahlbeteiligung 25%. Ein »Leer«-Stück. Der Kandidat hat 73 Punkte, aber was bedeutet das? Wenn die IGM einen Streik versiebt, für den 20% der Arbeitnehmer (mit Mehrheit) gestimmt haben, dann gilt: Abschaffen!, siehe oben. Wenn ein Kandidat ohne Mehrheit Präsident wird, dann ist das bald vergessen. Und wenn ein OB von 18% der Einwohner gewählt wird? Dann ist das gelebte Demokratie.

Oder doch nicht?

»Deutscher Wahlkult - Riten und Feste«.

Über die Ursachen wird von Wahl zu Wahl mehr und mehr orakelt; nur bessern tut sich nichts und dagegen getan wird auch nichts - wozu auch? Es läuft doch -- nur wohin? Der Staat treibt immer tiefer in die Krise; Debattier-Gemeinschaften in Funk, Fernsehen und Parlament, samt angeschlossener Kommisionen, ratschen, beschliessen und verwerfen. Krise wessen? Da

...stellt sich ... die Frage, was ein System taugt, in dem die steigende Produktivität, in dem der technische Fortschritt dazu führt, daß sich der Lebensstandard der breiten Mehrheit verringert und ihre Existenz-unsicherheit erhöht.

(Rainer Roth: Fakten gegen Legenden)

Zusatz: und dessen Riten nicht mehr erst genommen werden und nicht mehr interessieren; egal, ob trotz oder wegen guten Wetters. Macht endlich Politik!

Zu komplex? So ist sie nun mal, die Welt!          Kommentar  Ihr Kommentar  ::   top

27.06.2003

Den Tränen nah...

..., ausgeblutet und -gesaugt: Die armen Reichen, wie die Steuerlast sie beutelt, niedersinken lässt und schmachten; was in Amerika gang und gäbe ist, kann hier nicht viel anders sein. Sehen wir uns an, wer von Steuersenkungen profitiert, leer ausgeht, ausgepresst wird...

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26.06.2003

Der Gotteskrieger...

... Dabbelju St. George wandelte auf Erden und sprach also:

Gott befahl mir, al-Qaida anzugreifen und ich griff sie an, und dann trug er mir auf, Saddam anzugreifen, was ich auch machte, und jetzt bin ich entschlossen, das Problem im Nahen Osten zu lösen. Wenn Sie mich unterstützen, werde ich handeln, wenn nicht, dann werden die Wahlen kommen und ich werde mich darauf konzentrieren müssen."

Göttlich, gell? Aber nicht fundamentalistisch ...

Merke: Besser ein Brett vorm Kopf als die Wand vor sich.

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25.06.2003

100. Geburtstag...

... von George Orwell. Ein Beitrag in telepolis und ein Interview mit Andy Müller-Maguhn vom CCC.

Die ungebrochene Aktualität seines Romans »1984« wurde von Realität längst eingeholt. Mal wieder zur Hand nehmen...

24.06.2003

Im Tollhaus

Dass die Welt zunehmend zum Tollhaus wird - das ist wohl schon »immer so gewesen«. fragt sich nur, wie lange das so weiter gehen kann. Der Mensch neigt ja gerne dazu, zu glauben, das ginge endlos; spätestens mit dem Tod ist aber Schluss. Das scheint das funktionierende Prinzip zu sein: Die Übertragung bereits gemachter Erfahrungen funktioniert im Sozialen und Politischen nur schleppend bis gar nicht. Und daher muss man -trotz alledem- ab und an (und losgelöst von allen Details) doch mal wieder Bilanz ziehen; zum Beispiel heute:

Deutschland

Wer gibt eigentlich noch etwas auf Regierung, Opposition, Politiker schlechthin, Unternehmer/Manager, Gewerkschafter, ...? Ob Gesundheits- oder Arbeitsmarktreform, Steuerreform oder Wehrpflicht -- wohin man auch schaut: Unfähigkeit, Lüge Verbogenheit à la Seehofer. Steuerreform schafft Arbeitsplätze, Entlastung der Arbeitskosten (sprich: der Unternehmen) schafft Arbeitsplätze, Belohnung der Steuersünder mit 25% Verschämtheitssteuer schafft Arbeitplätze. Wachstum schafft Arbeitplätze - ja, wo bleiben sie denn? Und im Ernst: Wer glaubt das?...

Und die Erde ist 'ne Scheibe.

Privatisierung hiess doch das Zauberwort und Manager machen alles viel besser als den Amtsschimmel reitende Beamte und Angestellte. Ergebnisse: Dotcoms, DB, Telekom, Pleiten ohne Ende, WestLB-Verantwortliche verdrücken sich nach der Präsentation ihres Scherbenhaufens. Automanager äussern sich zufrieden mit Umsatz- und Ertragslage; gleichzeitig drohen sie den Ost-Steikenden mit Arbeitsplatzentzug.

Und die Verteufelung durch stupiden Journalismus nimmt zuweilen Ausmasse an, die einen zweifeln lassen, wo die PISA-Opfer sitzen, stehen, liegen.

Was wir vor Jahren, jetzt bald Jahrzehnten, diskutierten als Gewerkschafter: Welchem »Standard« wir uns wohl nähern würden im Zuge der Europäisierung der Wirtschaft, dem Verschieben von Produktionsstätten innerhalb Europas, später der Welt? Was davon zu halten sei, sich Japan und die devote Workoholic-Haltung japanischer Arbeiter und Angestellter als Vorbild zu nehmen? Ob »spanische Verhältnisse« das neue Mass auch für Deutschland würden oder umgekehrt? Wir sehen heute: nicht spanische, nicht deutsch, nicht polnische - die angestebten Verhältnisse des Kapitals liegen irgendwo jenseits der Grenze, die als neue Aussengrenze der EU kommen wird.

Na? Alles schon vergessen?

Amerika

Eine Wirtschaft, die nicht nur Bilanzen fälscht, ein militärisch-industriell-politischer Komplex, ein Präsident, der die Wahl nicht gewann, der zwei Kriege führt, mit den Ergebnissen ganz und gar nicht klar kommt, der sein Volk und den Rest der Welt belügt, unterstützt von gleichgesinnten Lügen- und Raufbolden; sein Volk, das in der grossen Überzahl wohl immer noch nicht die einfachsten Tatsachen parat hat; ein Präsident, dessen Aussenpolitik, glerichviel ob Freuind ob Feind, nur noch Drohungen (Belgien ist mittlerweile eingeknickt) und dumm-frechen Unterstellungen (Genprodukt-Einfuhrverbot in der EU lässt Afrikaner Hungers sterben...) besteht; mehr? Lesen Sie Zeitung...

Afghanistan, Irak, Iran, Israel/Palestina...

..., wohin man schaut: Chaos, Selbstüber- und Fehleinschätzungen, Tote täglich, spätestens zur Tagesschau, kein Osam bin Laden, kein Saddam, keine Massenvernichtswaffen, kein Uran; aber »the same procedure« mit den Taliban: Wen man nicht besiegen kann, mit dem kunkelt man was Gemeinsames aus - déjà vue...

Der nächste Krieg wird schon angezettelt, obwohl die beiden letzten noch unverdaut im Magen liegen und mehr Chaos produzieren, als geplant, erhofft, versprochen. Im Nahen Osten, wo doch die Beseitigung Saddams schnurstraks zur Lösung aller Probleme führen sollte, scheren sich beide Seiten einen feuchten Kericht um die »Bush'schen Visionen«.

Und so könnte man weiterschreiten, immer weiter. Und kein Ende

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22.06.2003

Wie praktisch!

In seiner wöchentlichen Radioansprache sagte Bush, in den letzten Tagen des Regimes von Staatschef Saddam Hussein seien "Dokumente und verdächtige Waffenorte geplündert und verbrannt" worden. Geheimdienste "vieler Nationen" seien zu dem Schluss gekommen, dass die Beweise "zerstört" worden seien. Bush bekräftigte aber, seine Regierung sei entschlossen, den "wahren Umfang" des irakischen Waffenprogramms aufzudecken, "ganz gleich, wie lange dies dauert".

tagesschau, 22.06.03

Und auch der SPIEGEL befindet Bush berief sich auf zweifelhafte Beweise. Hätte man doch nie für möglich gelten, der Bush, also nein...

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20.06.2003

Nachdem wir uns erholt haben...

... vom 17. Juni und (wo, da noch!) Fronleichnam, können wir uns neuen Themen zuwenden: Europa z.B. Oder wir können uns überlegen, wo noch eine Bustelle eröffnet werden kann; nachdem Clemens die Feiertage ausgemacht hat, quengeln die Unternehmer gleich an dieser Stelle weiter - als ob sie sich's vorher nicht getraut hätten. Genau: mehr arbeiten, bei voller Nullrunde. Und überhaupt: es ist jetzt wohl so weit - die SPD gallopiert der CDU i.S. Sozialabbau davon. Kein Halten mehr. Jetzt kappen die sicher noch den Seehofer, damit sie wieder schneller werden. Und dann geht's erst richtig los - Schlachtfest. Keine Heiligen Kühe mehr.

Jetzt muss uns nur noch einer in einer stillen, möglichst versoffenen Stunde erklären, wo die Arbeitsplätze herkommen, wenn wir die Feiertage abschaffen, noch mehr arbeiten, weniger verdienen. Die Bosse werden's richten. Wem? Na, so 'ne Frage. Dreist, sehr dreist.

So ein Mist aber auch...

... da soll man sich selbst & ständig machen, Ich-AG und so. Und nun? Herrn Hund wachsen die Insolvenzgeld-Zahlungen über den Kopf. Doch nicht so einfach mit selbst & ständig?

Nach Hundts Worten benötigen die Unternehmen dringend eine Begrenzung des Insolvenzgeldes, weil die finanziellen Belastungen für die Arbeitgeber immer höher werden. So seien die Zahlungen der Unternehmen für Insolvenzgeld von 1,4 Milliarden Euro im Jahr 2001 um über 30 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro im Jahr 2002 gestiegen. Seit 1991 habe sich die Belastung mehr als verzehnfacht.

tagesschau, 11:15h

Und nun?

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19.06.2003

Anspruchsvolles Lesefutter...

... biete ich Ihnen auf eine etwas unkonventionelle Weise an. Aber schauen Sie selbst!

Wachstum auf amerikanisch...

...oder wie »Gotteskriegerei« und Sanierung der Wirtschaft zusammenpasst. Ein leuchtendes Vorbild?. Ausserdem ein lesenswerter Beitrag im SDR2 von heute, ebenfalls zum Thema Bush, Europa, Orient...

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18.06.2003

Franz Alt und der Dalai Lama

Ohne Menschen ginge es der Erde besser“ :: homepage Franz Alt :: Franz Alt im Gespräch mit dem Dalai Lama :: 19-Mal haben sich der Dalai Lama und der Fernsehjournalist Franz Alt in den letzten Jahren getroffen. Das Ergebnis waren viele Fernsehsendungen, viele Artikel und gemeinsame Veranstaltungen. Jetzt hat der Journalist den Dalai Lama in seine letzte Fernsehsendung "Grenzenlos" eingeladen, die am 18. Juni in 3Sat ausgestrahlt wurde. Auszüge aus dem Gespräch.

Neue Rubrik

Zuweilen gibt es Meinungen, die es sich lohnt zu lesen. Nur wo, wenn sie nicht veröffentlicht werden? Hier wäre die Möglichkeit für diesen oder jenen? Sind Sie einer von diesen oder jenen? Dann schreiben Sie mir. Im Seitenkopf gibt es jetzt Externe Beiträge.

Don...

..., der Poet. Himmlisch. Rumsfeld dichtet? Glauben Sie nicht? Er auch nicht - und dennoch ist es wahr. Schauen Sie hier und hier nach. Eine Kostprobe auch in den Zitaten.

Das »alte« Europa...

...fällt einemn bei Donald natürlich sofort ein. Es ist als »Schöne alte Welt« Thema der neuen Ausgabe der Zeitschrift Literaturen. Reinschauen, vielleicht sogar lesen? Beiträge von vierzehn Autoren von beidseits des grossen Wassers warten darauf.

Ach ja. Da fallen einem natürlich ein paar ein, so alte: An einen alten Europäer wäre an dieser Stelle auch zu erinnern, ders es besser konnte als Don und der eines seiner Gedichte so beginnt:

Dieses ist Amerika!
Dieses ist die neue Welt!
Nicht die heutige, die schon
Europäisieret abwelkt. -

Dieses ist die neue Welt!
Wie sie Christoval Kolumbus
Aus dem Ozean hervorzog.
Glänzet noch in Flutenfrische,

Träufelt noch von Wasserperlen,
Die zerstieben, farbensprühend,
Wenn sie küßt das Licht der Sonne.
Wie gesund ist diese Welt!

Ist kein Kirchhof der Romantik,
Ist kein alter Scherbenberg
Von verschimmelten Symbolen
Und versteinerten Perucken.
...

Romanzero I, »Vitzliputzli«

Naja, wie man sich täuschen kann...Aber hier hat er sich wohl nicht getäuscht:

Ein kleines Harfenmädchen sang.
Sie sang mit wahrem Gefühle
Und falscher Stimme, doch ward ich sehr
Gerühret von ihrem Spiele.

Sie sang von Liebe und Liebesgram,
Aufopfrung und Wiederfinden
Dort oben, in jener besseren Welt,
Wo alle Leiden schwinden.

Sie sang vom irdischen Jammertal,
Von Freuden, die bald zerronnen,
Vom Jenseits, wo die Seele schwelgt
Verklärt in ew'gen Wonnen.

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Deutschland. Ein Wintermärchen

Aber das gehört wohl mehr in deutsche Kapitel Gesundheitsreform...

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17.06.2003

Ja, ja - der Volksaufstand...

..., seinerzeit mit Schrecken oder Freude (je nach Standpunkt) niedergeschlagen oder gefeiert im Kalten Krieg, der Neuen Ostpolitik und der Wiedervereinigung geopfert (darf man das so nennen?): Nach 50 Jahren darf er wieder befeiert werden. Die Bevölkerung, nach dem Datum 17. Juni 1953 befragt, hat zwar fast mehrheitlich keine Ahnung mehr, auch andere Sorgen. Aber dennoch: Let's party!

Wenn Sie mehr darüber wissen möchen: Schlagen Sie jedes x-beliebige Printprodukt auf, sehen Sie die tagesschau, heute, oder auch jedes andere Programm - Sie werden fündig werden. Amen.

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15.06.2003

G. Sommer

Die Vernissage ...

... haben Sie höchstwahrscheinlich schon versäumt. Schade. Aber wenn Sie keiner drauf aufmerksam macht? Eben. Stimmt. Aber dazu haben Sie ja mich, damit Sie's überhaupt erfahren.

Und Sie müssen auch nicht verzagen; die Austellung selbst geht vom 15.6. - 20.7.2003. Welche? »read me«

Mehr zu Günther Sommer, der Vernissage und zur Ausstellung.

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13.06.2003

Freitag, der 13.

... daran wird's nicht liegen, denn die Meldungen sind genau so deprimierend »as every day«. Dennoch: Menschenhandel, mehr Sklaven als im 18. Jahrhundert - da sollte man eine Blick drauf werfen. Hello, America...

... und hello, liebe Mitbürger: Wer sind die »Abnehmer« ? Fragen über Fragen tun sich da plötzlich auf.

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11.06.2003

Einem Kandidaten...

..., der nicht einmal in der Lage ist, in Erwartung eines vermeintlichen Wahlsieges das Öffnen einer ganzen Flasche Sekt anzukündigen, dem sollten wir eigentlich das Wort verbieten, wenn es um Europa geht. Da könnten wir noch Einfluss nehmen. Aber vielleicht erledigen das endlich CDU/CSU intern mal selbst, wer jetzt welche Meinung zum Europäischen Konvent, zur Europa-Tauglichkeit Tschechiens, zu den Benesch-Dekreten haben soll. -- Obwohl: bei der SPD scheint das zwar momentan geregelt, aber das war ja auch nicht immer so...

Unmöglich...

...hingegen scheint die Beseitigung eines unterbelichteten aber dessen ungeachtet hochgefährlichen Präsidenten, der lügt, dass sich der Erdball biegt (ja - es geht noch runder!). Da ist intellektueller Rat teuer. Das erfahren wir momentan schmerzlich. Nicht nur wir, es gibt auch Amerikaner, die das so empfinden.

Was heisst hier i.Ü. »lügt« ? Er kann es sich leisten, zu lügen, lügen zu lassen, sich über andere zu empören, anderen zu drohen.

Das ist nun zwar alles nicht neu oder verwunderlich, aber es erhält immer bedrohlichere Dimensionen und macht berechtige Angst vor »mehr«. Was seit dem 11. September 2001 relativ schnell erkennbar wurde, von manchen Journalisten klar benannt (z.B. M. Bröckers in telepolis), von anderen vehement weggewischt wurde (z.B. H. Broder im Spiegel), hat nun seine für jeden erkennbaren Folgen:

  • Nine-Eleven war ein willkommenes (wenn nicht gar in Kauf genommenes) Vehikel, den Vormarsch des Imperiums argumentativ zu unterfüttern
  • Die UN wurden belogen, bedroht, kalt gestellt; Amerika braucht sie nicht mehr, was hinderlich ist, muss weg. Jahrzehnte harter Knochenarbeit für eine verlässlichere Welt scheinen zunichte gemacht zu sein.
  • Hans Blix, von der Welt verlassen, von den USA und England niedergemacht, sein Team gedemütigt: Ein Aufrechter geht, wie schon so viele vor ihm (v. Sponeck, Scott Ritter...): Niederlage und moralischer Triumph so dicht neben einander...
  • Wer sich so stark fühlt, dass er nach so kurzer Zeit seine Lügen offen bekennt
  • Europa als möglicher Konkurrent rückt ins Zielfeuer der amerikanischen Administration.
       Es bedurfte keiner Schröderschen Absage an eine Beteiligung im (damals noch drohenden) Irak-Krieg;
       die Spaltung und Schwächung der EU in aktuellem wie zukünftigem Umfang hat nicht die SPD sondern jedes einzelne europäische Land zu verantworten - zum sich beschwatzen und erpressen lassen gehören immer zwei.
  • Der nächste Schub aus den USA folgt auf dem Fusse: Wenn Europa versucht, den Bushies den Freifahrschein für ihre Soldaten zu vermasseln, indem es versucht, eigenständige europäische Politik zu machen (z.B. seine Mitglieder aufzufordern, keine bilateralen Absprachen mit de USA über die Nichtauslieferung an den Internationalen Gerichtshof abzuschliessen), dann ist das ein feindlicher Akt. So dürfen und müssen wir die amerikanische Warnung verstehn.
  • Wir dürfen gespannt sein, was passiert, wenn es Europa tatsächlich gelingen sollte, über eine gemeinsame Verfassung auch zu einer gemeinsamen Aussenpolitik zu finden...
  • Sharon darf immer noch wüten wie er will; darüber darf auch die (gespielte) Empörung des Reagan-Nachfolgers George W. Bush (im Geiste wie im schauspielerischen Tappigkeits-Talent) nicht hinwegtäuschen.
  • Ach so, ja: Tony Blair, Bush's Schosshund, sozusagen »his masters voice«, bellt genau so gut, wie sein Herr und Meister lügt.

Aber da Amerikaner, Engländer und der ganze Rest des intelligenten Haufens längst wissen, wie der Hase lief, nur nicht wissen, wie ihn stoppen, kann man den Beginn der ganzen Misere bereits heute auf's Internet schieben, oder -wenn man so will- auf ein ganz natürliches Bedürfnis älterer Herren...

Also, ich weiss nich, aber es muss am Amt liegen.

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Muss man...

... den Fall Möllemann kommentieren?

Viele tun es. Viele schleimen. Vielleicht später.

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09.06.2003

Carmen

Schloss Weikersheim...

... bietet dieses Jahr wieder einen Leckerbissen im Freien: Carmen.

Die Jeunessses Musicales Deutschland bietet diese wirklich immer einmaligen Aufführungen in der Regel alle 2 Jahre - dieses Jahr ist es wieder so weit: vom 23. Juli bis zum 3. August 2003 finden mehrer Aufführungen statt. Das Wetter bitten wir, un gnädig zu sein, da eine Violine oder ein Bechstein nun mal keine Bewässerung vertragen...

Karten gibt's, auch per Klick im Internet - aber eben nicht beliebig
viele :-)

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Lesefutter...

... für Mit- und Weiter-Denker, Antiresignative und Nach-Hirn-Schnapper: Norman Mailer, Heiliger Krieg: Amerikas Kreuzzug, Rowohlt, Mai 2003.

Riecht noch nach Druckfarbe, so frisch. Eine ur-amerikanische und engagierte Auseinandersetzung über die geistigen Ursachen des amerikanischen (Alp-) Traums.

Es kommt mir vor, als würden wir in Amerika Reise nach Jerusalem spielen; wenn du ohne Fahne erwischt wirst, bist du raus. Wozu brauchen wir diese ganze Selbstbestätigung? Es ist, als wäre Amerika ein drei Zentner schwerer Mann, über zwei Meter groß, in absoluter Topform, voller Saft und Kraft, und dann muss er alle drei Minuten unter den Armen schnüffeln, um sich zu bestätigen, dass er ganz wunderbar riecht.

»Auf Mailers Zorn ist Verlass...«

So Willi Winkler im Nachwort. Im Gegensatz zu Oriana Fallaci's DIE WUT UND DER STOLZ, dem subjektiv-kurzatmigen und dennoch unbredingt lesenswerten Wutausbruch gegen alles, was nicht amerikanisch-solide daher kommt (s.a. Kritik hier), eine ruhige, fundiert-gehaltvolle, an anderer Stelle aber auch furiose und unerbittliche Analyse der eigenen, der amerikanischen Befindlichkeit. Wobei Mailer schon immer eine hatte, die mit dem mainstream nicht konform ging. Aber - na, eben: Mailer.

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07.06.2003

Wieder aktuell:

Die aktualisierte Fortführung der »Maus«-Satire von Bernd Paysan ist da. Leider ist die (bisher!) schwerwiegendste weltpolitische Farce des neuen Jahrtausends ja noch nicht zu Ende, Wolfowitz darf sich schon mal genüsslich der gezielten Lüge brüsten, Bush macht einen auf Nahost-Experte und und und..

07.05.2003

Von Scheinarbeitslosen...

... und Schein(-heiligen) Politikern in der FR.

04.05.2003

Was uns alle ereilt...

... und uns daher alle bewegen sollte: das Alter. Es ist doch schlimm, oder? Da soll man Spass haben und am besten »jugendlich jung« sein, ein Fass nach dem anderen aufmachen, geile Autos fahren, Erfolg haben, und und und ... Und dann kommt da das »Problem«, das man gar nicht will: ver-drä-ngen !!!

Ich will aber zunächst ganz weit zurück: Als wir in der Mittel- und Oberstufe des Gymnasiums -- das waren so die sehr frühen 60er-Jahre -- uns so begannen, um unsere Zukunft zu kümmern, da kamen noch so Sätze wie » ...und in der DDR, da wirst Du gezwungen, einen bestimmten Beruf zu lernen; wenn da einer Architekt werden will und die brauchen keine Architekten, dann musst du was anderes machen... «.

Aber dass uns alle Wege offen stehen würden, das haben wir schon damals nicht mehr geglaubt; nicht nur, dass es da einen numerus clausus gab - wir diskutierten auch sehr ernsthaft, ergriffen und eingedenk der Tatsache, dass es da tatsächlich und immerhin doch schon um uns selbst ging, dass dann, wenn wir »alt« wären, es ein Privileg sein wüde, arbeiten zu dürfen. Wir waren damals sehr beeindruckt. Wohl, weil wir uns nicht vorstellen konnten, wie das denn wohl passieren könnte - wir und alt werden. Und was das bedeuten würde, von der Arbeit ausgeschlossen zu sein. Denn Arbeit, die stand uns noch bevor, auch wenn einige der Ansicht waren, dass schon die Schule die Überlastung schlechthin ...

So. Und wenn Sie das interessiert, dann lesen Sie weiter.

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03.05.2003

Fundamentalismus...

... in reinster Form: Wo finden wir den? Im Orient? In der »Neuen Welt« ? Hier wie dort: Auch die USA frönen ihm in einer nicht minder klebrigen und gefährlichen Form; doch ein Kampf der Kulturen oder besser Un-Kulturen?

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