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Zeit die Masse?
Dann tauchen sie mit dem Perlentaucher nach Kulturperlen...

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  Aktuellere Beiträge (nach dem 30.04.03)
30.04.2003

Happy Birthday...

... und immer genügend Ersatzsaiten, das wünsche ich Willie Nelson zum 70. Geburtstag.

Wer immer ihn »live« sah & hörte und die muntere, Hut- und Jeans-bewehrte Fangemeinde dazu - der muss nicht unbedingt 100%-iger Country-Fan sein, um begeistert zu sein; schon wieder 5 Jahre her ist das, die Stuttgarter Liederhalle hat er beschallt an seinem 65., schön war's...

Herzlichen Glückwunsch!

Arbeit...

... ist knapp. Nichts Neues. Aber hier in der NZZ macht sich jemand Gedanken. Und nachdem heute auch die neuesten Erkenntnisse über die unwilligen Arbeitslosen vom Stapel gingen, scheint die Jagd nun wohl endgültig angeblasen zu sein: 20% »Faule Schweine« verschlingen Milliarden von Sozialleistungen, räubern den Sozialstaat und alle Arbeitenden; deshalb hier noch was zum Tag der Arbeit...

Erfrischend...

... war Elke Heidenreichs erste Sendung Lesen! im ZDF gestern abend. Sollte so bleiben. Vielleicht nicht immer mit Harald Schmidt - aber wer ihn mag...

29.04.2003

Kulturtechniken?

Geht's um PISA, am Ende um's Lesen, Schreiben, Rechnen? Nein. Was hat das dann hier mit Kultur zu tun? Was die Wirtschaft schon immer tat und tut, was Staaten je nach Lage der Dinge schon Jahrhunderte, ja -tausende taten - das soll jetzt angeprangert werden? Reichlich spät - aber immerhin.

So steht es in der SZ:

Eine interessante Kulturtechnik ist das, die sich auch diese beiden Autodidakten in den letzten Jahren abgeguckt haben bei den ganz großen deutschen Wirtschafts- und Gewerkschaftsführern.

Giftig ist richtig: Wie die BRD von der Bananenrepublik zum Mafiastaat reifen darf; lesen Sie selbst.

Apropos »Mafia«: Interessiert Sie Sizilien?

Gesundheit!

Wut im Bauch nennen die Vor-Leser von Pickings.de den Kommentar in der SZ über die nächsten untauglichen Stolperversuche der Gesundheitsministerin. Fazit: Alle kippen um, gewonnen ist nichts, die Zeche zahlt auch hier »der kleine Mann« - wer sonst ...

Aber fest zu halten und zu loben ist es doch: So langsam kommt auch die Presse in die Gänge. Selbst die SZ schreckt nicht davor zurück, die Schröders'sche Politik »Sozialabbau pur« zu titulieren.

»Lehrlinge« ?

Und die Arbeitgeber werden immer frecher: Ist ein Thema lange genug durchgekaut, bis zum Erbrechen wiederholt worden, hat die Politik es dann endlich in ihre Agenda übernommen, dann kann man ja schon mal das nächste Thema angegehen und anfangen zu quengeln: Nun also sind die Azubis dran. Kein Tag in der Vergangenheit, an dem das vermehrte Angebot von Ausbildungsplätzen nicht angemahnt und versprochen worden wäre - nun soll's plötzlich an der Vergütung liegen, dass sie auf sich warten lassen; dass wir da nicht gleich drauf gekommen sind!

Und die SPD?

Was passsiert mit der? Düstere Prognosen von Heribert Prantl in der SZ.

Und die Opposition?

...schaut zu. Denn die hat es nun wirklich gut: Hatten die alles schon mal auf der Pfanne. Nun lassen sie arbeiten und warten nur noch, bis Schröder auch noch kippt. Und was dann? Eine Perspektive ist das alles nicht.

Alternativen?

In der FR wird ein Mammutprogramm vorgestellt, da gibt es z.B. welche; aber ob Schröder's closed shop die diskutieren lässt?

Falsch gespart meint der Kommentator in der FR.

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28.04.2003

»Wir haben kein Vermittlungsproblem ...

... uns fehlen Arbeitsplätze.« Diese einfache Ausage ist ebenso wahr wie sie einfach ist. Warum sie keine begreifen will, ist unbegreiflich.

Allerdings: Wenn die Arbeitsmarktfrage zur Vermittlungs-, Motivations- und Zwangsfrage werden soll, muss sicher mehr und vor allem was anderes passieren, als Einschränkung, Melken und Sozialabbau. In einer Gesellschaft, in der Arbeit zum reinen Kostenfaktor degradiert wird (schon immer ist, soweit es sich um eine »freiheitlich-kapitalistische« handelt); in der Unternehmer sich im Zweifel weltweiter Resourcen bedienen können; in der i.W. nur Lohnarbeit finanziell belastet wird (weil aus der wehrlosen Masse sich zu bedienen und abzuschöpfen so einfach ist); solange Arbeitnehmer anstatt aktiv mit ihren Gewerkschaften (das einzige, was sie an Machtmitteln derzeit noch haben!) in die Gegenwehr zu gehen, in die Resignation flüchten und solange die Wirtschaft nicht gezwungen wird, sich an der Lösung der Probleme konstruktiv und nicht nur frech fordernd zu beteiligen: Wer glaubt denn im Ernst, dass sich da was anders ändert, als das Zurückstutzen mühsam erworbener Bürgerrechte?

Wer erklärt uns endlich schlüssig und verständlich, wie durch Druck auf die Menschen Arbeitsplätze entstehen sollen? Jungfernzeugung? Im Ernst: Gibt es noch neue Ideen? Welcher Politiker hat fundamentale Logik überwunden und hält das vor uns geheim? Da wird geschrieben und geschrieben und berichtet und berichtet, da wird über die sture Haltung der Gewerkschaften hergezogen, da wird über Mitgliederschwund frohlockt. Aber nicht zuletzt die Redakteure und Journalisten selbst sollten aus ureigner Erfahrung wissen, dass ein sicherer Arbeitsplatz nichts selbstverständliches ist (FR, SZ...); dass es nicht an ihrer Einsatzfreude hängt - ausser, man schreibt den Herrschaften nach dem Munde, dann mag's länger halten:

"Bis zum heutigen Tag gibt es so etwas wie eine unabhängige Presse in der Weltgeschichte nicht. Sie wissen es und ich weiß es. Es gibt niemanden unter Ihnen, der es wagt, seine ehrliche Meinung zu schreiben, und wenn er es tut, weiß er im Voraus, dass sie nicht im Druck erscheint. Ich werde jede Woche dafür bezahlt, meine ehrliche Meinung aus der Zeitung herauszuhalten, bei der ich angestellt bin. Andere von Ihnen werden ähnlich bezahlt für ähnliche Dinge, und jeder von Ihnen, der so dumm wäre, seine ehrliche Meinung zu schreiben, stünde sofort auf der Straße und müsste sich nach einem neuen Job umsehen. Wenn ich meine ehrliche Meinung in einer Ausgabe meiner Zeitung veröffentlichen würde, wäre ich meine Stellung innerhalb von 24 Stunden los. Es ist das Geschäft der Journalisten, die Wahrheit zu zerstören, unumwunden zu lügen, zu pervertieren, zu verleumden, die Füße des Mammon zu lecken und das Land zu verkaufen für ihr tägliches Brot. Sie wissen es und ich weiß, was es für eine Verrücktheit ist, auf eine unabhängige Presse anzustoßen. Wir sind die Werkzeuge und Vasallen der reichen Männer hinter der Szene. Wir sind die Hampelmänner, sie ziehen die Strippen und wir tanzen. Unsere Talente, unser Fähigkeiten und unser ganzes Leben sind Eigentum anderer Menschen. Wir sind intellektuelle Prostituierte."

John Swinton (1880)

Notabene: 1880 - so langsam lernen wir dazu...

1. Mai

Der 1. Mai wäre eine gute Gelegenheit, zu zeigen, dass wir mehrheitlich nicht nur gegen ungerechte Kriege unser Verbündeten in »fernen Landen« sind sondern auch gegen ungerechte Raubzüge in unserem Geldbeutel und im Gärtchen unserer sozialen Errungenschaften, die nun sooooo phantastisch auch wieder nicht sind. Aber wenigstens das, das sollte möglich bleiben.

Und dann unterhalten wir über Unternehmens-, Ertrags-, Zins- Erbschafts- und sonstige Steuern. Und wir schauen mal nach, wo gespart werden kann, z.B. bei der »Sanierung« des Arbeitsplatzes von Herrn Gerster - nur zum Beispiel; 1,8 Mio Euro will er sich die neue Chefetage in Nürnberg kosten lassen. Aber Vorsicht! Das »Sozialpaket« ist noch nicht durch, oder etwa doch? Das wäre nicht nur peinlich, sondern eine Katastrophe.

Das zum Thema Ausgewogenheit, Gerechtigkeit, Vertrauen und Vorbild. Nebbich!

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Doch noch was:

Wenn Ihnen der Irak-Krieg bisher schon keinen Spass gemacht hat: Vielleicht freuen Sie sich wenigstens über den Humor unserer transatlantischen Freunde darüber? Oder nicht...

26.04.2003

Funstuff?

»Dabbelju« Bush ist kein Intellektueller, ja es können Zweifel angebracht werden, ob und ggf. wie viel Grips er tatsächlich sein eigen nennt. Eines allerdings darf man weder in Frage stellen noch vergessen: er ist derzeit die grösste und gefährlichste Marionette des Erdballs; dieses Erdballs, um genau zu sein.

Insofern muss man sich fragen, ob der Mann als Mittel oder Gegenstand taugt, Spass zu haben; ob nicht Trauer, Verzweiflung, Resignation... Nein, Spott soll's dann doch auch sein. Da hat einer gesammelt, wie weiland die Satirezeitschrift pardon die bonmots unseres damaligen Bundes-Lübkes. D.h., »bon« waren sie nicht unbedingt, aber gelacht haben wir trotzdem, und man musste ihm nichts in den Mund legen - es kam alles freiwillig und im Original. So auch bei der Sammlung von Jacob Weisberg Voll daneben, Mr. President!, »wahre Worte von George W. Bush«, verlegt bei rororo -- Nr. 61619, falls das Buch nicht so liegt, dass Sie beim Betreten der Buchhandlung darüber stolpern.

Kostprobe?

Das Vertrauen ist riesig. Ich sehe das immer wieder, wenn die Leute auf mich zukommen und zu mir sagen: »Lassen Sie micht nicht nochmal im Stich.«

Mehr?

Ich weiss, was ich glaube. Ich werde auch weiter zur Sprache bringen, was ich glaube, und was ich glaube - ich glaube, was ich glaube, das stimmt.

Noch mehr?

Holen Sie sich das Teil. Sonnen Sie sich im Zwielicht des Intellekts diesen Mannes, der es einfach hinreissend einfach versteht, die Dinge auf den Punkt zu bringen:

Für mich gibt es keinen Zweifel, gar keinen Zweifel, dass wir verlieren werden.

Naja, aber bis es soweit ist, ich sagte ja - die grösste Marionette. Ich weiss ja nicht genau, wie alt Rumsfeld und die andern sind, aber jeder hat doch so seine Grenzen, oder?

Und bis dahin gilt:

»Wer nichts weiss und weiss, dass er nichts weiss, weiss mehr als der, der nichts weiss und nicht weiss dass er nichts weiss.«

Das aber ist nicht von »ihm« - dazu reicht's bei »ihm« nicht, ehrlich, ganz ehrlich...

Erfurt - in memoriam

Und dennoch, das muss ich noch los werden, denn erstens jährt sich heute das Drama von Erfurt und dann haben wir noch einen »intelligente Link« zu Michael Moore, weil ja auf Grund der Tragödie vor einem so irrsinnig viel Positives passiert ist...

Für jede Schiesserei mit tödlichem Ausgang gibt es etwa drei Schies-sereien ohne tödlichen Ausgang. Und das geht in Amerika nicht. Das können wir einfach nicht hinnehmen. Und wir werden etwas dagegen tun.

G.W. Bush, ebenda...

Wie sagt Eckhard Henscheid in solchen Fällen?

Geht in Ordnung - sowieso -- genau ---

oder präziser

» "Die Fehler sind das Salz des Schachspiels." Genau. «

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25.04.2003

Nochmals: Perspektive...

...Deutschland; da finden sich heute passende Artikel [1] und [2] in der taz.

In beiden wird deutlich, wie blind, ja letzlich hilf- und phantasielos, ja letzlich doch verlogen die Diskussionen über Arbeit, Arbeitswillige und -lose, über Renten-perspektiven und Gesundheitskosten geführt werden:

Wo keine Arbeit ist, da hilft auch der stärkste Druck nicht; wo Menschen immer älter werden, die einen ärmer die anderen reicher, wo nur die ärmeren geschröpft, die anderen vor Angst gehätschelt werden - da kann nicht's draus werden.

24.04.2003

Noch nie ging es ums Öl...

... hiess es doch immer. Na eben: ... und die Erde ist eine Scheibe...
- Sag' ich doch!


Europa - hast du es besser?

Ab in die Ecke. Hausaufgaben machen.


Und Deutschland?

Ach du liebe Güte. Das hat uns noch gefehlt. Die Politiker, die können uns mal, aber alle. Aber der ADAC, der ist super!

Aber nun erst mal schön der Reihe nach: Da befragt McKinsey (na klingelt's schon?) im trauten Verbund mit stern, ZDF, t-online und weiteren (auch interessanten!) Partnern online ca. 360.000 Bürger; wer also »nicht drin« ist, ist draussen.

WeiterWeiter im Text...

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23.04.2003

Im Grund völlig normal...

... ist das, was die amerikanische »Elite« uns da im Iran vorführt.

Wir hatten das ja schon mal, aber trotzdem:

  1. Sanktionen ? Weg damit! Wir wollen ans Öl und ans Geld!
  2. Waffen suchen? Da es keine gibt, machen wir das alleine, ohne Blix.
  3. Verwalten? Machen wir alleine, wir haben genügend Ex-Generäle, z.B. Garner.
  4. Selbstverwalten? Na klar: Unser Mann Tschalabi macht das.
  5. Geld abschöpfen? Ooops! Die können das noch besser?

Zur Selbstverwaltung taugt ein verurteilter Bankrotteur, als dessen Chef ist der Ex-General und -Mangager Jay Garner gerade der Richtige: Irak-Erfahrung und Ex-Chef einer Firma für Raketenfernlenk-Technik. Klar, wer's kaputt gemacht hat, weiss am besten, wie's wieder zusammengehört...

Erst bomben, dann aufbauen

 Das eigens gegründete "Office for Reconstruction and Humanitarian Assistance" (ORHA) unter Vorsitz des ehemaligen US-Generals Jay Garner soll den Wiederaufbau des Irak übernehmen. Garner gilt als persönlicher Freund des US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld. In der arabischen Welt ist Garner wegen seiner Verbindungen zum rechtsgerichteten "Jewish Institute for National Security Affairs" (JINSA) umstritten.

Garner leitet aber auch das Rüstungsunternehmen "SY Coleman". Die Firma ist eine Tochtergesellschaft von "L-3 Communications", das Systeme für die GPS-Steuerung von Raketen und Präzisionsbomben entwickelt, wie sie im Irak-Krieg eingesetzt wurden. Im vergangenen Jahr wurde Garner beschuldigt, er habe Aufträge im Wert von 100 Millionen Dollar erhalten, indem er seine guten Beziehungen zum Pentagon spielen ließ. Eine Klage wegen Rufschädigung, die Garner anstrengte, endete im Januar mit einem außergerichtlichen Vergleich.

ZDF vom 15.04.2003

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22.04.2003

Gelogen & betrogen...

...wird nicht nur aber auch - und das hefftigst - i.S. Irak-Krieg; wie tief sich Journalisten aber sinken lassen, das muss man schon fast wieder goutieren: Bei der Oscar-Verleihung an Michael Moore z.B.:

[..] Genau zugehört hat kürzlich auch Ellison Horne bei der Verleihung des Oscars an  Michael Moore. Und dabei ist ihm aufgefallen, dass es Unterschiede gibt zwischen der Originalübertragung durch den Sender ABC und einem CNN-Beitrag. Obwohl augen- und sogar ohrenscheinlich das gleiche Material verwendet wird, fällt auf CNN nämlich das Buhkonzert, das Moores vehemente Bush-Kritik bei der Preisübergabe begleitet hat, tatsächlich wesentlich heftiger und lauter aus. [..]

Bewusste Täuschung oder reiner Zufall?, Ernst Corinth, telepolis

Noch Fragen? Falls ja, oder wenn Ihnen sonst was Originelles dazu einfällt:

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19.04.2003

Ist Herr Hirsch blind?

Wenn man die Bonner Staatsanwaltschaft vernimmt, verschlägt es einem den Atem: Da beauftragt die Schröder-Regierung einen ausgewiesenen und ohne Zweifel intelligenten Demokraten - Burghard Hirsch - 1998, nach den vom früheren Kanzleramtschef Friedrich Bohl (CDU) eingeräumten Aktenvernichtungen, wichtige Akten, z.B. zur LEUNA-Affäre, ausfindig zu machen. Nach gründlicher Suche stellt er fest: Verschwunden.

Heute schreiben wir 2003. Nach 4 1/2 Jahren stellt die Bonner Staatsanwaltschaft treudoof und in aller Öffentlichkeit fest, es sei nur falsch abgelegt worden, alles da. Und Burghard Hirsch? Er müsste eigentlich einen Tobsuchtsanfall bekommen oder sich verkriechen. Wir warten...

Denken wir aber parallel dazu an das Mannheimer Schmider-Schmieren-Theater, auch FLOWTEX-Skandal genannt, dann beschleicht uns doch ein ungutes Gefühl - oder? :

Haben wir noch eine funktionierende Rechtspflege?

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The same procedure...

... as every time?

Mit Ahmed Tschalabi, der neuen amerikanischen Marionette in Bagdad spielen die Bushies das alte Spiel mit neuen Köpfen: Sie tauschen den saddam'schen Saustall gegen den Schweinekoben Ahmed Tschalabi's aus.

Welchen Vorteil hat das für wen? Warum findet Rumsfeld nur einen zu 22 Jahren Zwangsarbeit verurteilten »Banker«, um dem Irakischen Volk den Segen ameri-kanischer Demokratievorstellungen zu bringen? Welchen Teufel reitet diesen Herrn, der von der Welt Wiederaufbauleistung will und u.a. Deutschland und Frankreich zu Saddams Kollaborateuren stempelt. Ist das seine oder seines Herren Stimme?

Und wer hat die 10.000 Demonstranten »bestellt«, die weder Saddam noch die USA im Lande haben wollen? Und wie vielen Ländern neben Syrien und Libanon wollen die Bushies noch mit Sanktionen drohen, weil sie angeblich das haben, was die US-Truppen im IOrak engegen ihrer steten Behauptungen bisher nicht gefunden haben?

Und warum sollen 1.000 US-Spezialisten jetzt mehr finden, als die UN-Inspekteure, die doch von den USA vor dem Krieg so perfekt mit Informationen versorgt wurden?

Machen wir uns doch nichts vor:

Das neue Spiel der Bushies ist das alte: Betrügen, Lügen, Tarnen, Täuschen. Hütchenspiel mit neuen Köpfen. Korruption, die muss schon sein, sonst macht's offenbar keine Freude...

Wir können nur hoffen, das Europa endlich verstanden hat. Dass die UN sich tatkräftig über Wasser halten. Dass Hans Blix seine Job behält und ausüben kann. Dass die Demaskierung auf breiter und solidarischer Front gelingt.

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18.04.2003

Mit der Kultur im Irak...

... wurde ja nicht gerade pfleglich umgegangen in den letzten Tagen, wie wir erfahren müssen - Erinnerungen an Afghanistan werden da wach; waren da nicht auch Amerikaner nicht ganz unschuldig? So von wegen Taliban als ehemalige »Partner« und so ...? Aber das trifft sicher nur »alte Europäer« so besonders hart...

Nicht nur Museen, zB. die Bagdader Museen [1] und [2] oder das für Volkskunde, auch Universitäten werden unbrauchbar; offenbar trübt das »schwarze Gold« den Blick für Verantwortung, Kultur und Bildung.

»Das bekannteste Anti-Kriegsbild des 20. Jahrhunderts, Picassos 'Guernica', wurde während der Rede von Collin Powell in der UN-Versammlung abgehängt. Es sei, so erklärte ein UN-Diplomat, kein passender Hintergrund für die Erläuterungen des amerikanischen Außenministers zur Vorbereitung des Kriegs gegen den Irak.«

Freitag, Online-Ausgabe, 14.2.2003.

Naja - Picasso: Der ist doch auch schon tot...

Da sind die stories von Frauen im Krieg, besonders natürlich die von befreiten Schönheiten, doch schon mehr nach amerikanischem Geschmack. Dass wir zu diesem Thema noch tiefer und woanders buddeln können, als nur im alten Europa (z.B. in der angeblich »nicht europäischen« Türkei...) - wir können nur hoffen, dass unsere Freunde aus der Neuen Welt das verschmerzen; aber lesen sie selbst, denn offenbar spielten Frauen im Krieg schon immer eine entscheinde Rolle, wenn's um die emotionale Rechtfertigung eines solchen ging - herzzerreissende Dramen eingeschlossen. Vielleicht demnächst mehr, denn es gibt ja noch das Gegenteilige: »...Da werden Weiber zu Hyänen und treiben mit Entsetzen Scherz...«, das fand zum Beispiel unser Landsmann Schiller. Jedoch, ein paar Zeilen weiter, findet er wieder zurück zur Realität, obwohl er ja nicht gerade ein grosser Demokrat war, trott »Räuber« - aber das kriegen wir ein anderes Mal:

» Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
Das ist der Mensch in seinem Wahn. «

Fr. Schiller, Das Lied von der Glocke

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14.04.2003

Alles vorbei & gut?

Die Journaille und das Fernsehen »frohlockt«: Am Wochende ist die Zahl der welteweit angetretenen Friedensdemonstranten zurückgegangen - kommentiert wird das nicht.

Also: Krieg vorbei? Luft raus? Alltag, hab' uns wieder?

Sicher nicht. Viele Fragen sind offen, einige noch nicht bekannt. Die Menschen im Irak leiden, sicher mehr als wir das mitbekommen, ganz sicher mehr, als wir uns das vorstellen können. Zensur, zumindest der Versuch, ist angesagt. Der Streit, ob Bilder gezeigt werden dürfen, die uns ggf. den Magen 'rumdrehen, ist absurd; zumindest, solange es Menschen gibt, die derart misshandelte Mitmenschen erzeugen (lassen) -- allemal! Wir dürfen nicht wegsehen; und wer wegsehen will: müssen wir ihn dazu anhalten, es nicht zu tun? Zum Thema oben: Wenn er jedes Wochenende auf einer Demo sich die Füsse platt steht - dann ja. Wie oft sehen wir noch weg? Wie lange noch kuschen und am Ende nicht nur ein Kropf kriegen?

Macht den Schnabel auf!

Das wird sich Rainer Arnold, der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion am Wochenende auch gefragt haben, als er nochmals auf den Sinn der seinerzeitigen Däubler-Gmelin-Aussage über Bush einging... Wird er's »überleben« ? Es ist kein Wahlkampf, da bleiben die Entsetzensschreie möglicherweise aus...

Was die Koalition vor hat, weiss keiner; Begehrlichkeit, »Bombenprofite«, Öl als Reparatur-Gegenleistung, Schuldenerlass seitens derer, die diesen Krieg nicht gewollt haben; tote Zivilisten, Soldaten, Journalisten - gezielt vernichtet oder nur »dummer« Kollateralschaden...?

Das Grauen ist noch nicht vorüber, aber in der Tat: Protest unter den verbissenen, scheinheiligen, verlogenen und selbstherrlich diktierten Bedingungen »der einzig verbliebenen Weltmacht« und ihrer Schosshunde ist schwer über lange Zeit aufrecht zu erhalten. Aber er ist notwendig, es ist erforderlich, dass er sichtbar bleibt- unabhängig von der Zahl der »vorgeführten Masse«. Und Politik muss resistent bleiben, Europa muss sich sputen; nicht nur um an die Aufträge im Irak zu kommen: Perversität kommt zuletzt - nein, zunächst muss Europa sich der unverschämten amerikanischen Forderungen erwehren - diplomatisch, versteht sich, das ist leider wahr...

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30.03.2003

...und die Erde ist eine Scheibe

Was wir schon immer ahnten - jetzt ist es sicher:
  • Der Krieg ist nötig
  • Der Krieg ist der teuerste
  • Der Krieg ist der sauberste
  • Alle sind jeder Meinung
  • Geld spielt keine Rolle
  • Niemand will Öl - ausser den Franzosen
  • Es gibt keinen Dissens zwischen Rumsfeld und Franks
  • Rumsfeld hat sich nie um den Plan gekümmert; das waren andere
  • Der Plan ist der beste
  • Die Alliierten kommen schneller voran als geplant
  • Die Versorgung ist mehr als gewährleistet
  • Es gibt keinen Widerstand
  • Es gibt keinen Saddam - oder mehrere
  • Rumsfeld kommt von Rumstine
  • Die Alliierten stehen Kilometer vor Bagdad
  • Es gibt keine Toten und Verwundeten, nur bei den andern
  • Aber die sind nicht echt - nur Propaganda
  • Die anderen sind schuld
  • Wir haben genügend Raketen und Bomben
  • Raketen sind keine Software
  • Alle Raketen fliegen hoch
  • Alle Beweise sind echt
  • Gott ist mit uns - egal, wo wir stehen
  • Alle Politiker sind ehrlich
  • Alle Menschen sind für Krieg
  • UN ist eine bekannte Vorsilbe
  • Bush wird eigenhändig alles wieder aufräumen
  • ...
Ach ja: Und die Erde ist eine Scheibe.

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24.03.2003

Moralische Instanzen...

... gibt es gottlob in dieser zerschlissenen und heruntergekommenden politischen Welt. Paulo Coelho »bedankt« sich umfänglich bei G.W. Bush (Englisches Original und andere Übersetzung).

Weiterer Worte bedarf es wenig - lesen Sie selbst. Die Frage, Wie wir mit der Situation klar kommen, ist damit erschöpfend beantwortet -- und wie es weitergeht, ebenso.

Text als Backup  

Oscar-Verleihung...

...mit »ungebührlichen« Beiträgen zum Irak-Krieg, vor allem von Michael Moore: Shame on you, Mr. Bush !

Und wo wir sowieso gerade beim Film sind: Stanley Kubrick hat uns auch was zu sagen: Gedanken zu Dr. Seltsam oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben.

Einfache Fragen

Nachdem es also nachweislich intelligente und moralisch integere Menschen gibt: Hat eigentlich schon einmal jemand - z.B. nachen den Unverschämtheiten des Richard Pearl ein paar einfachere Fragen gestellt bzw. beantwortet?

  1. Wie stark müssen sich europäische Politiker bzw. Völker zukünftig verbiegen, um nicht auf der »Achse des Bösen« aufgefädelt zu werden?
  2. Ab wann müssen wir aufpassen?
  3. Wie gering muss Kritik ausfallen, um nicht als »antiamerikanisch« zu gelten?
  4. ...

Oder anders gefragt: Warum werden sie nicht gestellt? Es wir immer nur - z.B. gestern von Verteidigungsminister Struck - zu Recht darauf hingewiesen, dass die Zerwürfnisse aus der Welt müssen, dass mit den USA schnell wieder kooperiert werden müsse. Doch was ist ein »reparables Verhältnis« ?

Neues über Neues...

...von der Maus: Ich hatte die Seite »von dem Bernd« gespiegelt, weil dem der weltweite Zugriff auf diese Seite »auf den Sack«, besser den Geldbeutel ging. In der Tat gibt es eine grosse Zahl von Menschen, die »mit der Maus tanzen«: Bisher kommen pro Tag alleine bei mir so ca. 300-500 Zugriffe an; mal angenommen, die Geheimdienste haben sich schon bedient, dann bleiben noch 'ne ganze Menge normaler Menschen übrig. Und meine Seite ist ja nicht die einzige. Mittlerweile linken andere Seiten zu mir u.a., es wäre also interessant, wieviele Menschen solche »Geschmacklosigkeiten« ansehen.

Ja, Geschmacklosigkeiten. So sieht das z.B. der Webmaster der Gilde der Freunde der Wachhunde und viele seiner Leser. Er hat den Link seinen Hunde- und Jagdfreunden gestrichen, weil offensichtlich so einfache und satirisch gemeinte Sätze wie »[...] Das ... God bless America ... ist der Herr Bush. Schaut ziemlich grantig aus. Isser auch, weil ihm der Herr bin Laden seinen Turm umgeworfen hat. Das war gar nicht nett, da waren nämlich noch Leute drin. [...]« von ihm als als »... immer noch ekelhaft, aber auf keinen Fall witzig ...« empfunden werden. Ob's jetzt an der Geisteshaltung oder -grösse liegt - was haben wir von den Freunden des Schiessgewehrs zu diesem Thema zu erwarten? Nachverfolgen. Gehen sie mit diesen Mädels und Jungs auf die Pirsch, in die unter-knietiefen Dickichte und Sümpfe deutschen Brau-tums und pur-deutschen Jäger-Humors...

Nur, bitte, nicht darin verirren! Irgendwann müssen wir die Geisteszustände aller wieder zusammenbringen, zusammennehmen und wieder kooperieren, s.w.o. ...

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23.03.2003

Zur Vertiefung...

...des Gefühls der Absurdität (neben ihrer zweifelsfrei vorhandenen Realität): Wühlen Sie doch mal in Ihrem alten Plattenstapeln - unter 'P', ja Pink Floyd! Haben Sie »the final cut« gefunden? Ja? Dann hören! Nein? Dann hier der passende Text zum lesen.

21.03.2003

Wie und wo geht es weiter?

»Fuck the war« ist die wohltönende Übersetzungsvariante eines Spruchs, mit dem sie im Übrigen im russischen Fernsehen keinesfalls hätten auftreten können.

Aus Russland mit Liebe (s.w.u.)

Europa - was nun? Neben dem politischen Scherbenhaufen wachsen auch unerwartete Kulturpflanzen und stellen neue Fragen...

Das ganz alte Europa...

... bemühe ich mit dem Hinweis darauf, dass sich heute der 240. Geburtstag von Jean Paul jährt. Und da der alte Satiriker auch Aufklärer und Hellseher war, hat er uns was mit gegeben:

Folglich gehe der zeitliche Mensch fromm zu jedem Lichtstrahl, der hie und da aus der hohlen Wolkendecke auf seine Erde und Erdenstelle fährt, und spanne unter dem Gewölke nicht vollends den Sonnenschirm der Zensur auf.

J.P., »Zweiter Abschnitt Unterschied der Denk-, Schreib-, Druck- und Lese-Freiheit« in Freiheits-Büchlein

Und nicht zuletzt auch der Hinweis auf eine Veranstaltung aus diesem Anlass.

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20.03.2003

Nicht in meinem Namen!

 

Sie haben begonnen; ich wache auf und der III. Golfkrieg ist da. Wie erwartet zwar - weniger zynisch sagt man wohl 'befürchtet' - Aber eigentlich...

Der Krieg gegen den Irak hat begonnen
Zwei Stunden nach Ablauf des Ultimatums an Saddam Hussein haben die US-amerikanischen und britischen Sreitkräfte damit begonnen, den Irak anzugreifen. Laut Medienberichten wurde unter anderem die irakische Hauptstadt an strategisch bedeutenden Stellen angegriffen. US-Präsident George W. Bush sagte in seiner Rede im US-amerikanischen Fernsehen, es würden wichtige Ziele im Irak bombadiert.

Reaktionen:

Journalisten lehnen einen Krieg gegen den Irak ab. :: Unmittelbar nach Kriegsbeginn dokumentieren Journalisten auf ihren Webseiten die Ablehnung des Krieges auf ganz individuelle Weise: Manche Journalisten färben Ihre Webseiten schwarz. Andere lassen einen Teil ihrer Website leer oder ziehen einen Trauerflor um ihre Seite, platzieren Antikriegsbanner usw.

Der Spiegel
Telepolis: Operation Desert Storm II: Needles and Pins :: Der Wille zum Krieg triumphiert über das Recht

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