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31.12.2002

Same Procedure...?

Ja. Ich kann nur auf letztes Jahr verweisen - leider...

Abgeschlossen? Noch Fragen?

M. Bröckers liefert seinen letzten Artikel über die WTC Conspiray ab. Nachdem Georg W. Bush den Bock des Bocks zum Gärtner gemacht hat - der Bock selbst hatte abgeleht, weil er sonst seine Geschäftsbeziehungen zum Nahen Osten hätte offen legen müssen - soll das Thema nun in die Panzerschränke, so für 20-30 Jahre...

Die Welt hat sich -notgedrungen- mit der Führungsrolle der USA abgefunden, diese haben die UN endgültig zum Affen gemacht, Fakten zur Rechtfertigung jedweden Krieges gegen jedweden »Feind« bedarf es nun nicht mehr.

Naja:

Prosit Neujahr !!!

Auf meiner Sammelstelle zu 9/11 wird aber weitergesammelt.

30.12.2002

Knapp - aber noch nicht zu spät...

... der Hinweis auf die Dokumentationsserie über Deutsche & Polen. Ein Thema, das eigentlich zu spät kommt. Zu spät - nach dem Beschluss der EU-Chefs. Zu früh - am Nachmittag, dass man sich fragen muss, wer da was dabei gedacht hat:

Sollen Mütter und Väter gezwungen werden, mit den Kindern...? Oder der Opa? Oder am besten keiner?

Wie wäre es denn mit 20.15 gewesen? Hätten wir dann auch die erreicht, die ausser schlechten Witzen nichts über Polen wissen?

Aber klagen wir nicht: Noch läuft Der Pianist, noch können wir Günter Grass Im Krebsgang begleiten, noch einmal die alte Lena Grigoleit auf der Paradiesstrasse treffen.

Again and Again...

Why did the US goto war against IRAQ?

I get at least 5 emails a day asking for the real reason we went to Iraq. There are many possible reasons for this and YOU must form your own opinion, but I feel that one of the largest reasons was oil, and not letting Saddam control it.

Diese Seite sollten Sie sich genauer ansehen, nicht wegen des auf den ersten Blick hochkommenden HURRA!-Effekts (oder dessen purem Gegenteil). Auch hier wird wieder deutlich, womit die Veteranen noch/erst heute zu kämpfen haben... Oder wissen Sie, was es mit dem Golfsyndrom auf sich hat?

Deutsche Solidarität?

Saddam, wir kommen! :: Ernst Corinth 30.12.2002 (telepolis) :: Wüstensturm nicht nur am Silvesterhimmel

...und wie LIDL uns die Unterstützung leicht macht.

Zu guter letzt...

...was zum Nachdenken, ein Gespräch mit Josef Weizenbaum in der taz von heute über Computer, Klonen, Intelligenz (!) und so manches andere z.B. das Intertnet.

Und vergessen Sie nicht Pickings.de !

28.12.2002







Wer hat hier eigentlich ein Problem?

Viele werden sich in diesen Tagen Caesar ansehen.

Vielleicht kommt dem Einen oder Anderen bei der überzahl an Sklaven und der Angst der Römer davor ja ein Parallele zu heute? Eine paar Fragen wie die, ob wir Einwanderungsland sind; ob Europa am Bosporus endet; wie die Geburtenzahlen wohl in D und TR sind, wie die Alterspyramiden; wer nach Feierabend dankenswerterweise den Boden im Supermarkt putzt, unser Mülleimer...; -- eben so ein paar einfache Fragen, ehe wir einfache Antworten geben.

Wie sagte der türkische Reiseführer richtig? »Wenn hier jemand ein Problem mit der EU und der Türkei hat, dann die Europäer.« - Ich denke, er hat recht. Die Türkei hat viele junge Menschen, das traditionelle Europa -- keine.

So einfach ist das - siehe Rom...

27.12.2002

Wissen Sie was das ist?

Vorlesen... Sie sollen Ihren Kindern was vorlesen. Wegen PISA und so. Sollen Sie. Und warum tun Sie's nicht? Nachsitzen!

Einwurf:
Es klingt ja immer gleich sehr elitär oder herablassend und besserwisserisch - aber so gut und wichtig der Artikel ist: Er enthält nichts essenziell Neues, ausser wissenschaftlicher "Nachweise" dessen, was jede Grossmutter der vorigen Generation wusste und tat: Mit Kindern reden, scherzen, erzählen bringt diese weiter als sie alleine vor sich hin tranen zu lassen. Vorschulerziehung, gefordert und teilweise erfolgreich praktiziert in den 60er- und 70er-Jahren: Das alles sollte das allen Kindern anbieten. Dann hat unsere Generation das wieder abgeschafft - oder abschaffen lassen oder zugelassen, dasss... -- wie immer wir uns auch rauszureden versuchen.

Welch ein Fortschritt.

25.12.2002

Zum Jahreswechsel

Damit Sie mit Optimismus ins Neue Jahr gehen können, hier ein wenig Wegzehrung und einen Kompass - auf geht's!.

Kommentieren muss man das wohl - demnächst.

24.12.2002

Frohes Fest ...?

Schaun wir mal. Wie friedvoll es zugehen wird.

Ich wünsche allen, die sich wie die Hirten hierher verirren, ein besinnliches Fest und ein friedvolles 2003.

17.12.2002

Vom Blätterwald...

und was davon noch übrig ist: Lesen, solange er noch Blätter hat.

16.12.2002

R.Koch

Spenden, Sterne, Neidsteuer

Es ist doch wirklich schön. Wenn wir nicht bereits wüssten, dass wir in einem Irrenhaus sitzen - wer wollte es uns verdenken, genau das anzunehmen.

Der brutalstmögliche Wiederholungstäter Roland Koch, einer der finstersten Gestalten in der CDU (und damit sicher auch der gefährlichsten) versteigt sich ohne erkennbare Folgen zur Gleichsetzung einer legitimen politischen Forderung (was der Wunsch nach einer gerechten Besteuerung von Kapitaleinkünften ja zweifelsfrei ist) mit dem Anheften des Judensterns - implizierend die Folgen. Und nichts passiert. Zumindest nichts was die Hoffnung nähren könnte, die politische Karriere des schwarzen Rolands sei aber nun zuende. Was uns noch wundern muss ist, dass der Zentralrat und alle anderen Wächter über unser diesbezügliches Empfinden nicht nennenswert zu hören sind. Ist Roland Koch weniger gefährlich als Jürgen W. Möllemann?

Wie war das mit Herta D.-G.? Warum ging das so schnell? Schneller fast, als dass man es hätte mitbekommen können.

Und die SPD? Sie ist mit ihre neue »Vergnügens«-Steuer für Reiche so sehr beschäftigt und so happy -die Banker und so mögen uns wieder!-, dass sie das gar nicht mitbekommt oder was? Wer (mal wieder) die Wohlhabenden besser stellt als den »kleinen Mann« (ihn nicht schlechter zu stellen gilt offensichtlich mittlerweile als sozialdemokratische Grosstat), dem kommt das wohl auch nicht mehr angreifenswert vor.

Wie gesagt: Irrenhaus.

Artikel zum Thema gibt's natürlich zu Hauf, z.B. den und den und den...

PS.
Ein bitterer Nachgeschmack bleibt allerdings: Warum gibt es Menschen, die auf ihn reinfallen? Und wer sind die? Und was machen wir dagegen?

Wer uns fehlt? Vielleicht Bernt Engelmann, z.B. hier oder Das Reich zerfiel, die Reichen blieben (dtv Nr. 1061, ISBN 3-455-01877-7)? Oder was von Günther Wallraff? Auch er schon 60...

13.12.2002

Robert Gernhardt wird 65

Wer? Wenn sich Ihnen diese Frage stellt oder gar aufdrängt, dann haben Sie möglicherweise was falsch gemacht, übersehen oder ganz einfach was verpennt. Macht aber nichts, es ist noch Zeit. Seine Bücher gibt's zum grossen Teil zu kaufen oder auszuleihen. Vielleicht kennen Sie ja jemanden, für den »pardon« mehr ist als eine Form der coolen Entschuldigung und »titanic« mehr als verschnulztes Schiffeversenken...

Schauen Sie vorbei auf der Geburtstagsseite zum 65. am 13. Dezember 2002.


Sie können nicht alles kaufen...

... was Sie lesen sollten (auch, ohne sich an Kanons zu orientieren). Warum versuchen Sie es da nicht mal mit Literatur für Nix, naja: z.T. für fast nix...

12.12.2002

Die Sensation: Türkei ist Europa!

Nachdem Stoiber sich zum Thema Aufnahme der Türkei geäussert hatte, tauchen mittlerweile immer mehr Artikel auf, die ihm widersprechen...

08.12.2002

Zweitwagen oder Zweitkind?

Die Frage scheint beantwortet. Nicht nur - aber auch in Deutschland.

Dass darüber, wie wir mit dem Problem des älterwerdens, der überalterung (schönes Wort...!), den kulturellen, gesellschaftlichen, finanziellen, politschen usf. Folgen und der sie heraufbeschwörenden Geburtenverweigerung der im Jugend- und Konsumwahn sich Tummelnden, trotz oder wegen fun, sex etc. umzugehen gedenken - dass darüber nun die Diskussion beginnt, jetzt, zum gegenwärtigen Zeitpunkt, das ist symptomatisch weil zu spät: Die Androhung von Verzicht, Zusammenrücken, Teilen scheint nun nicht mehr nur angebracht sondern notwendig und zwingend zu werden. Es wird eng. Der Ton alleine macht es deutlich: Es wird ruppig werden im Lande.

Doch wer will schon? Teilen? Abgeben? Verzichten!?! Zweiter Advent, es wird doch Weinachten... War da nicht eine Geburt mit im Spiel?

Ich will das Thema hier jetzt nicht vertiefen. Später sicher und immer mal wieder. Im Moment möchte ich nur darauf hinweisen, dass ich mit einem etwas anderen Ansatz da schon länger schwanger gehe...

Und was sagt das Internet über Alter, Geburt und Weihnachten?

03.12.2002

Das wird was!

Heute abend beschäftigt sich Marcel Reich-Ranicki im ZDF (22.45 Uhr) mit Robert Gernhardt, 65. Geburtstag eben. Ob und wie ihm diese Annäherung gelingt, sozusagen als Abgang aus seiner Ein-Mann-Literatur-Schau »Solo« - wir werden's erleben.

Es ist 23.22 Uhr. Wir haben es erlebt. Es war sein Solo, das letzte. Und das ist gut so. Der Versuch einer Laudatio war kläglich lau. Um nicht zu sagen: halbherzig und misslungen.

28.11.2002

Alle hacken Sie auf uns rum...

... aber wo sie recht haben, haben sie recht. PISA war einmal, lesen können/wollen wir nach wie vor nicht (warum brechen dann die Tische in den Buchhandlungen fast zusammen?), unsere Kinder auch nicht (trotz Harry Potter...), die Amerikaner auch nicht.

Aber wann sollen Sie auch lesen? Sitzen den ganzen Tag am Rechner die Kids, ballern - und was noch? Und wenn Sie dann älter werden, dann sitzen sie immer noch, mehr oder weniger frustriert, ausgebeutet, arbeitslos...

Bitte, ohne Häme: Die Menschen beginnen offensichtlich wieder zu begreifen, dass das Wort K-A-P-I-T-A-L-I-S-M-U-S auch nach dem Niedergang seines »realen Brieeederrrchens« immer noch eine Grösse ist, an der Menschen kaputt gehen; dass IT nicht nur happy macht; dass Menschen gnadenlos ausgebeutet werden; dass Arbeitslosigkeit irgendwie mit Faulheit am wenigsten zu tun hat; dass Insolvenz zwar ein Fremdwort ist, aber dennoch was ganz reales, kurzum und ...

... in der Tat: Wir haben eine Krise - und einen Katastrophe dazu!

Und da passt es natürlich, dass der vorauseilende Gehorsam wieder ein Opfer gefunden hat:

»..., dass er gegen die Werberichtlinien der TV-Kommission verstoße, weil die Intelligenz des amerikanischen Präsidenten auf beleidigende Weise angezweifelt werde.«

Frage: Warum kann man etwas anzweifeln, was es nicht gibt? Und wieder hängt alles miteinander zusammen. Lesen Sie Stupid White Men von Michael Moore - er erklärt das.

Auch in der kanadischen Regierung regten sich für kurze Zeit aufrichtige Zweifel an den amerikanischen Gegenbenheiten. Meine Güte! Warum ist lautes Nachdenken immer gleich Antiamerikanismus?

Bei uns darf man hingegen jeden Poliker öffentlich und wiederholt als kriminellen und vorsätzlichen Lügner bezeichnen - und erhält Applaus...

Verrückte Welt, gell?

27.11.2002

Was wir jeweils gelesen haben sollten...

..., um als gebildete Mitredner gelten zu dürfen, das sagen uns seit je Lehrer, Literaturpäpste und andere Berufene. Ok., irgendwie muss man an die Informationen ja rankommen. Aber der Absolutheitsanspruch der Ratschlagenden ist doch sehr unterschiedlich.

Diesem Thema hat sich heute morgen Ludger Luetkehaus in einem wunderbar kritisch-bissigen Beitrag »Kanonitis« in der Sendung Journal des SDR2 gewidmet: Von der Inflation des Kanons, Beitrag von Ludger Lütkehaus.

Ich fand diesen kurzen Beitrag so ausgezeichnet und treffend, dass ich den Autor darum bat, ihn hier veröffentlichgen zu dürfen. Hier ist er (der Beitrag).

Unter dem Titel Unseren täglichen Kanon gib uns heute äusserte sich am 30.11.2002 auch der Deutschlandfunk in einem verblüffend gleichlautenden Beitrag.

»Tausend Kanons braucht das Land!« (L.L.)

26.11.2002

Seitenverzeichnis und Stichwortsuche...

... stehen Ihnen ab heute für alle Seiten von www.hr-schmitz.de zur Verfügung. Wurde auch Zeit, man findet ja vor lauter Buchstaben den Zusammenhang nicht mehr. Das wird jetzt anders: Sie müssen jetzt nicht mehr lesen, um was zu finden sondern Sie können suchen lassen und dann lesen. Das ist echter Fortschritt. Aber eine Bitte habe ich dann doch: Nicht nur suchen - auch lesen !!!

Wie geht das? Auf der Startseite und zukünftig in jeder Fussleiste finden Sie zwei Begriffe, :: Site Map :: und :: Suchen ::. Auf die müssen Sie klicken. Ganz einfach.

24.11.2002

Michael Moore

Autor, Regisseur, Wachrüttler: Michael Moore ist nicht der kleine Bruder von Roger Moore - kümmern Sie sich trotzdem mal um ihn. Es geht ebenfalls um Gewalt, Weltherrschaft, Dummheit & Analphabetentum in den USA, CIA und den ganzen Kram. Mehr...

23.11.2002

Hat Stoiber ein Rad ab?

Hat er. Aber nicht nur er. Und nicht nur eins.

Worum geht es? Auf dem CSU-Parteitag in München steht er da, der Bayerngrande und verkündet, dass die Türkei nicht zu Europa und damit nicht in die EU gehört.

Nicht nur, dass die CDU/CSU »die Türken« nach Deutschland geholt hat, sie hier heimisch sind, teilweise in der 3. Generation, ihre Moscheen bauen, Geschäfte und Banken betreiben und und und...

21.11.2002

Werter

Was Sie schon immer lesen sollten...

... können Sie jetzt hören. Im Literaturcafé gibt es Die Leiden des jungen Werthers für nix als MP3-Dateien.

Wolfgang Tischer, der Inhaber der Internetplattform Literaturcafé, ist nicht nur zu loben, ihm ist zu danken für die kostenlose überlassung.

Das Vorbild der seinerzeit angebeteten und den Schuss auslösenden Dame, Charlotte Buff, wird demnächst 250. Ein dickes Ding, Anlass auch für den dtv, eine kostengünstige Erst-Ausgabe heraus zu bringen.

Zum Mitlesen oder Wieder-lesen-lernen...

20.11.2002

Neue Anschrift ab 15.01.2003

Wir ziehen um nach Hochdorf/Enz. Damit ändern sich ab diesem Datum Anschrift und Telefon & Fax.

Alles andere bleibt...

15.11.2002

WTC-update

Aktualisierung der Artikelliste Bröckers.

30.09.2002

Literarischer Herbst

Nach der Wahl, Koalitionsverhandlungen: Ende der Märchenstunde, Koalitionsprosa seit heute. Grausame Wahrheiten, ein nicht geöffnetes Sektglas, und und und ...

Zur Buchmesse ist es noch zu früh, die Meldung, dass Martin Walser an einer Fortsetzung seines "Tod eines Kritikers" schreibt, die Suhrkamp nicht veröffentlichen will, der Kritiker sich selbst vor der Buchmesse mit einem neuen Schinken ein weiteres Denkmals zu setzen beliebt... Naja.

Muss mir nur noch einer erklären, warum lesen; dafür - gewissermassen zum Ausgleich - ist die EDITION WUZ seit heute online, das freut des Lesers Herz & Seele. Jeder sei da sein eigener Kritiker.

12.09.2002

Nochmal was zu gestern

Zitat Zweitausendeins:

Der groesste Verlagserfolg von Zweitausendeins seit vielen Jahren ist das Buch von Mathias Broeckers 'VERSCHWOERUNGEN, VERSCHWOERUNGSTHEORIEN UND DIE GEHEIMNISSE DES 11. SEPTEMBER'. Der 'Run' auf das Buch hat uns selbst ueberrascht. In 10 Tagen haben wir bereits vier Auflagen. Sechs neue Auflagen sind in Vorbereitung, verschiedene Drucker (z.T. im Ausland) drucken gleichzeitig. Die ARD in ihrem Kultur-TV-Magazin 'BuecherBuecher': 'Der neue Bestseller', eine 'provozierende Materialsammlung', 'findet reissenden Absatz'. Mehr Informationen, 100 offene Fragen (Der 11.9. 2001 ist nicht nur das Datum eines entsetzlichen Massenmordes, sondern auch Kristallisationspunkt bizarrer Ungereimtheiten, fantastischer Widersprueche, verschwiegener Hintergruende und strategischer Geheimdienstoperationen), alle Quellen, die Broeckers fuer sein Buch benutzt hat, und das Inhaltsverzeichnis finden Sie hier.

11.09.2002

Heute...

... gedenken wir der über 30.000 Toten, die am 11. September ... - na? - richtig! ... 1973 und den Folgejahren zusammen mit Salvador Allende in Chile ihr Leben lassen mussten, ermordet von den Schergen der Junta, massgeblich mitmischend die amerikanischen Geheimdienste CIA, FBI und wie die Dreisprünge auch sonst noch heissen mögen.

Und derer in Ostasien, Vietnam, Hiroshima,... - ach ja, eine lange Liste würde es, aber ich denke es reicht um klar zu machen, wie schwindsüchtig, unreflektiert und unaufrichtig hier und heute bei Halbmast gedacht wurde.

Wir trauern um jedes Menschenleben, das vernichtet wurde und wird auf dem Altar der Reichen, Mächtigen, Blutsauger und deren Handlanger.

Es gefrieren einem die Finger auf der Tastatur, trotz spätsommerlicher Temperaturen, wenn man sich diesen Medienschutt an Augen und Ohren vorbei ziehen lässt.

Da tut es fast wohl, dass Goedart Palm sich vernünftige Gedanken zu Nine/Eleven macht.

Und damit hinterher keiner kommt und meint, er habe ja nicht wissen können, nicht dran gedacht, dass :- oder so: Hier noch ein paar weitere Hinweise bei krit.de, für alle, die den Kopf vielleicht irgendwann und durch irgendwas doch noch anschalten...

Merke:

Selber denken verformt die Birne innen oder: Nur selber denken macht schöner.

09.09.2002

Noch 2 Tage...

... Mit dem 11. September müllt uns die Multimedia-Maschine zu; die Tränen fliessen wieder. Trauer? Sicher zu Recht und tief empfunden bei denjenigen, die im schrecklichen Tumult vor einem Jahr einen lieben Menschen, schrecklich für die, die dort ihr Leben verloren haben.

Das WARUM? aber ist mehr als je zuvor offen. Weshalb, wofür starben sie? Wer wusste wovon und wer profitiert(e) davon?

Wie einfach ist die Wahrheit? Die Link-Sammlung enthält neue Einträge. Eventuell ist die Wahrheit -wie so oft- schrecklicher, als wir es wissen wollen. Aber: "Nicht gewusst davon", das gilt nicht...

06.09.2002

11. September

Neue Hinweise auf Links und Literatur zum Terroranschlag auf das WTC vor einem Jahr.

Was immer noch ungeklärt oder noch seltsamer ist als am Tag danach: Matthias Bröckers neues Buch bringt teils Licht ins Dunkel, teils Leute zum Brüten - jedenfalls: Lesepflicht sollte man sich auferlegen...

[noch mehr...]

Und ein sehr guter Artikel im Freitag von Horst Eberhard Richter über Die Angst vor der Ohnmacht, eigentlich einfach, fundamentale Gedanken eines Psychoanalyters über die gegenseitigen (Zwangs-)Abhängigkeit der Menschen und Kulturen.

04.08.2002

Zitate

Das Von Anfängern und Reedern...

Zum Drüberlesen...

...können Sie sich alle Zeitungen kaufen und sich damit und genügend Zeit ins Café an der Ecke setzten - wenn's nicht regnet sogar draussen. Wenn Ihnen das nicht zusagt ;-), dann versuchen Sie es doch mal mit den "Vorlesern" von Pickings.de oder Paperball.de - das ist nicht zu fassen.

Wussten Sie das schon?

Blöde Frage - natürlich wissen Sie das, Sie haben ja Augen im Kopf. Aber trotzdem: Auf meiner Kulturseite finden Sie neben den üblichen und bisherigen Rubriken zum Einsteigen auch ein Auswahlfeld am Kopf der Seite mit einer ganzen Reihe von Links; die Liste wird laufend erweitert. Sie ist sozusagen ein Sammelbecken... Schauen Sie ab und zu rein, (fast!) immer ist was Neues dabei.
29.07.2002

Bundestagswahl 2002

Das Panoptikum ist eröffnet.

25.07.2002

Alles hängt zusammen...

... und so kommt man von Gedanken über Ludwigsburg auf die Bundestagswahlen (Wissmann und özdemir...) und... - ja eben: es hängt halt alles zusammen.

21.07.2002

Noch acht Wochen, ...

... dann "feiern" wir den 1. WTC-Jahrestag.

Selbst der Observer, nicht unbedingt ein linkes Kampfblatt, lässt die Sau raus!

Nun haben wir den Salat. Unsere Eltern konnten sich auf den wohlfeilen Satz berufen "wir haben nichts erfahren, nichts gewusst."

Wir haben heute dank Internet mehr Informationesmöglichkeiten, als wir hirnmässig verarbeiten können - aber wozu? Interessiert es irgend jemanden, was das politisch-wirtschaftliche (oder anders rum? Egal.) Amerika mit uns (ge-)macht (hat)?

Fast ein Jahr hat's gebraucht, da dämmert es nun auch der "normalen" Presse, dass die bedingungslose Kapitulation -äh, 'tschuldigung- transatlantische Freundschaft doch nicht sooo ... Na ja, auf jeden Fall:

Zivile Tote zuhauf in Afghanistan, selbst die amerikanische Leib- und Magenpresse erkennt die Zeichen langsam, darf sie's auch schreiben?

Und im Zuge der sogenannten Terrorbekämpfung erleben wir das, was schon "am Tag danach" sichtbar und angeprangert wurde: Alles nur Tarnen und Täuschen. Die USA betreiben Wahlbetrug, kündigen den Klimaschutz (Kyoto! Schon vergessen?) und den ABM-Vertrag auf, erleben die herbsten Business-Pleiten aller Zeiten (sind aber steigerbar...), entziehen sich der Internationalen Gerichtbarkeit, Anti-Folter-Konvention, bauen die USA zum Spitzelstaat um, infiltrieren das Internet, streichen Gelder für den Weltbevölkerungsfond...

18.07.2002

Na also ....

... Auf der Spiegel-Bestsellerliste schon auf Platz 1 (Heft 28/2002): Tod eines Kritikers von Martin Walser

Der Schriftsteller Hans Lach ist verhaftet worden... Und Deutschlands Leseelite will nun doch wissen, wie's weitergeht. Ein Krimi scheint's, von Antisemitismus war die Rede (wer wagt's, ihn öffentlich zu lesen, z.B. in der S-Bahn? Ohne BILD-Zeitung als "Tarneinband" vielleicht?).

Und trinken soll er auch... Schon gehört? Wie satirisch (-tierisch, -tyrisch?) ist doch die ganz normale Wirklichkeit...

18.06.2002

Der Friedenspreis...

... des deutschen Buchhandels für 2002 ist vergeben. Er geht an Chinua Achebe, Jahrgang 1930.

Er stammt aus Nigeria, wie der Künstlerische Leiter der Documenta 11, Okwui Enwezor. Zufall? Hoffentlich nicht.

18.06.2002

Antisemitismus - was ist das?

Die Galle kommt mir hoch bei der Walser-Diskussion, der Verbindung mit Mümmelmann. Aber ok., es ist eben Fussball und Wahlkampf, da darf der Geist schon (mal? wieder?) auf der Strecke bleiben, zumal wenn ein deutsches Gericht den Zündlern von Lichtenhagen nach 10 Jahren den Freibrief ausstellt...
09.06.2002

Documenta 11...

ist eröffnet - und damit eine neue Runde in der Diskussion:

(Was) Ist (Das) Kunst ?

Also: Ab nach Kassel ...

03.06.2002

LINUX-Tage: Alle Jahre wieder...

... gibt es die, diesmal bis zum 9. Juni in Karlsruhe, Kongresszentrum. Und Schilly legt eine Sondernummer hin...

Hingehen. Was auffällt: Alles wir immer professioneller, die Stände, die Ansprüche, die Aussprüche - kurz: Linux ist nicht nur erwachsen, Leute passt auf, es wird sonst alt...

03.06.2002

Die Pinguine weiter auf dem Vormarsch

Die nächste Etappe i.S. Linux und Open Source in der Bundesverwaltung läutet der Innenminister Otto Schilly ein.

23.05.2002

Dieter Hildebrandt wird 75

Kinder, wie die Zeit vergeht! Alles Gute zum 75. Geburtstag! Wem sollen wir was wünschen? Lang' möge er uns noch die Scheiben wischen, das Hirn ausputzen, das Zwerchfell zum bersten bringen, und uns nachdenklich vorm Fernseher niedersinken lassen, wenn der (Lach-)Tränenfluss beginnt, wieder zu versiegen.

08.05.2002

Was versäumt? Neues aus der WUZELEI

Ja, ich denke schon, vor allem wenn Sie Kunst mögen, die dem Schrillen abhold und der Tradition im guten Sinne verpflichtet ist - im sehr guten Sinne!

Vieles Schöne wird uns ja nicht ins Gehirn getrommelt und geschieht daher eher im Verborgenen - wenngleich inseriert und angekündigt. So auch gestern abend die Vorstellung der Nummer 16 der Edition Wuz. Schwäbische Kleinodien für den Rest der Welt...

05.05.2002

Was man mit 3D noch alles machen kann..

Ausstellung Karin Sander in Stuttgart.

28.04.2002

Ruiniert das Internet nach den Autoren auch die Fachverlage?

Oder die Nichtleser?

Aufstand der Autoren gegen AMAZON(mehr folgt...)

e-publishing an den Fachverlagen vorbei

Ein Beispiel: Das Mathe-Netz (mehr folgt...)

Last but not least: Gedanken zum Welttag des Buches

(Tagesschau.de vom 23.4.02)

Welttag des Buches - aber keine Lust zum Lesen

Mehr als hundert Länder nehmen weltweit an den Aktivitäten zum Welttag des Buches teil, von Ghana bis Kanada und von Norwegen bis Südafrika. Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen wirbt seit 1995 jedes Jahr am 23. April, dem Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes für das Lesen.

Der 13jährige Mike Atwell präsentiert in Hamburg das dickste Kinderbuch der Welt

Deutsche Jugendliche haben keine Lust auf Bücher

In Deutschland scheint die Werbung für das Buch dringend nötig zu sein: Die Stiftung Lesen beklagt ein erschreckendes Desinteresse von Jugendlichen an Büchern. Die PISA-Studie habe nicht nur gezeigt, dass 15-jährige Schüler in Deutschland wenig Lesekompetenz besäßen, sagte der Sprecher der Organisation, Christoph Schäfer. "Bei der Lust am Lesen schneiden die Deutschen in der Untersuchung noch schlechter ab", fügte er hinzu. 42 Prozent der 15-Jährigen hätten angegeben, nie zum Vergnügen zu schmökern. In dieser Beziehung sind wir in der PISA-Studie die schlechtesten mit den österreichern", sagte Schäfer. "Wir haben das Gefühl, dass es schon früh Defizite in der Lesevermittlung gibt", begründete Schäfer diese Entwicklung. Hierfür trügen vor allem Bildungseinrichtungen sowie Eltern die Verantwortung. "In Familien müsste wieder mehr vorgelesen werden", forderte der Sprecher der Stiftung Lesen. Wie Schäfer weiter sagte, hat sich das Leseverhalten in der Gesamtbevölkerung in den vergangenen Jahren kaum verändert. Ein Drittel zähle zu den regelmäßigen Lesern, ein Drittel zu den Gelegenheitslesern, und ein weiteres Drittel lese gar nicht.

Mehr Bücher schon im Kindergarten

Der Bayerische Philologenverband schloss sich der Analyse der Stiftung Lesen an. Selbst Gymnasiasten hätten auffallend wenig Lust zum Lesen. Besonders Jungs würden keine Bücher mehr lesen, sonder sich eher mit Computerspielen beschäftigen. Eine ganze Generation drohe sich von der Literatur abzuwenden, so Philologenchef Max Schmidt. Kinder müssten frühzeitig - schon im Kindergarten und in der Grundschule massiv zum Lesen angehalten werden.

Deutschlandweite Lesungen und Veranstaltungen

Heute finden in Deutschland allein rund 4000 Veranstaltungen in Buchhandlungen statt. Darüber hinaus laden Schulen, Bibliotheken und Verlage dazu ein, "mit dem Buch auf die Reise zu gehen", so das diesjährige Motto. Mehr zum Welttag des Buches finden Sie hier.
16.04.2002

Microsoft: ärger ohne Ende?

Wenn man die Nachrichtenmeldungen um Microsoft verfolgt, wird man zum Verfolgten: Die Redmonder lassen keine Fettnapf aus - frech wie Oskar. Können die sich das wirklich leisten? mehr...
28.03.2002

Die gute Nachricht:

Das Projekt Gutenberg.de ist wieder im Netz: Das Projekt ist beim Spiegel untergekommen.


Demo in Düsseldorf am 6. April 2002

  Nochmals: Informationsfreiheit
"Zensur ist gut für Dich!"

Der Durchbruch

Am 14. März 2002 hat der ältestenrat des Deutschen Bundestages über die zukünftige Softwareausstattung des Bundestages entschieden: LINUX spielt die erste Geige. Mehr...
26.03.2002 Das Girarrenduo der Musikwerkstatt hat der Vernissage von Michael Schütz-Böger am letzten Sonntag (24.3.02) in Ludwigsburg den musikalischen Schliff gegeben.

Ausserdem nimmt ALTER EGO langsam Gestalt an.

12.03.2002 Ein Rhythm'n Blues in Perfektion: Hans 'Bogie' Vierling im BRIO, Tübingen. Süddeutschlands "schwärzeste" Stimme...
11.03.2002 Ein Netz der ersten Stunde ist das /CL-Netz, in dem Sie zu allen Menschen betreffenden Themen Informationen und Beträge finden - werbefrei :-) und erholsam unbunt...
5.03.2002 Auf der Kulturseite, speziell in der Fotografie und Literatur wartet Neues auf Sie...
27.02.2002

Literatur zum "11. September".

Das Buch von Brisard und Dasquié.


 

Informationsfreiheit im Internet.

Bekommen wir chinesische Verhältnisse? Wer darf uns vorschreiben, was wir lesen dürfen? Wer uns den Rest verbieten? [mehr...] auch hier.

17.02.2002

Neues auf der Kulturseite

Gehen Sie mal wieder ins Museum, merken Sie sich die nächste Vernissage vor...

29.01.2002

Der 11. September 2001

Ein bischen spät? Ich habe viel nachgedacht, gesucht, gelesen...

Und ich habe versucht, es mir nicht zu leicht zu machen. Zunächst möchte ich allen, die daran interessiert sind, eine Link-Liste zu den Artikeln an die Hand geben; Der direkte Zugriff auf die Artikel, die z.T. zwecks Schnelligkeit und 100%-iger Verfügbarkeit auch auf meiner Seite lagen, ist nach einem juristischen Hinweis des Heise-Verlags ab 8.5.2002 nicht mehr möglich. Aber ich bin zuversichtlich, dass das kein Nachteil sein wird.

Jedenfalls: Nichts vollständiges, umfassendes - aber mehr, als in den gängigen Medien abgehustet wird.

Die Welt ist doch verrückter, korrupter und vor allem wesentlich komplizierter, als wir das den 20-Uhr-Nachrichten oder unserer morgentlichen Zeitungslektüre glauben dürfen - leider wahr. Von daher muss man sich schon zumuten, auch Varianten und Betrachtungen zu durchdenken, gegen die die guten alten James-Bond-, Horror- und Katastrophenfilmchen doch glatttttt absacken zu bedeutungslosen Gute-Nacht-Geschichten.

Schon die aktuelle NPD/Schily-Lage lädt nicht gerade dazu ein, sich nicht im Irrenhaus zu fühlen. Wenn schon Deutschland, der "kleine Bruder", solche Sachen macht, was dann der grosse ...? Und Kohl, Spenden und und und - das haben wir schon wieder vergessen.

01.01.2002

Ein friedvolles und gesundes Neues Jahr!

17.12.2001

Ein kleines Projekt:


Sammlung von Aphorismen und Zitaten jeseits des "Goldenen Blatts" etc.

mehr...

01.11.2001

Das neue SELFHTML V 8.0 von Stefan Münz verfügbar.

Das Standardwerk rund um HTML und Webdesign. Vollständig, praktisch, gut - und kostenlos, ohne Werbung und (schlechte) Hintergedanken. Eine Wohltat und ein Muss füer jeden WEB-Bürger.

Und Um das Mass voll zu machen: In gleicher Aufmachung und Qualität gibt es jetzt auch SELFPHP zum Herunterladen (und lesen...).

26.08.2001

LINUX hatte Geburtstag - oder auch nicht.

Wenn man sich auch streiten kann, wann das Herz dieses Betriebssystems anfing zu schlagen: Am 25. August 1991 jedenfalls schickte Linus Torvalds eine Mail an die Minix-Newsgroup, in der er erwähnte, dass er an einem Betriebssystem programmiert.

Nicht zu bezweifeln ist weiterhin, dass Linux in diesem Jahr diesen 10. Geburtstag hat. Und, dass es eine wirkliche und nicht mehr zu übersehende Alternative zu den Betriebssystemen von Microsoft geworden ist - Torvalds sei's gedankt. Nicht nur im Bereich der Server für das Internet (ca. 60-70% aller Webserver sollen unter Linux/Apache laufen), sondern auch für den Arbeitsplatz-PC ist Linux mittlerweile einsetzbar - und für den Laien handhabbar, so er willig und vielleicht doch schon etwas angegart ist.

TurnTuxBei dieser Gelegenheit: Besorgen und lesen Sie doch JUST FOR FUN von Linus Torvalds (Hanser 2001, 39,80 DM), es lohnt sich wirklich, die ca. 40 DM auszugeben. Eine vergnügliche und interessante Lesestunde (oder 2 oder 3 ...) sind garantiert. So unterhaltsam kann EDV-Geschichte sein.

Linus Torvalds wird am 28. Dezember 32 Jahre alt. Er und die Bewegung der freien Software hat noch viel vor sich. Die 10 Jahre waren bestimmt nur der Anfang. Anlass für eine Würdigung auch an dieser Stelle. Bis dahin interessant zu lesen die Kurzgeschichte eines grossen Irrtums, erzählt als Folge von E-Mail-Beiträgen vom Februar 1992 in der News-Gruppe comp.os.minix.

Über "LINUX und die Folgen" möchte ich demnächst ausführlicher berichten.


01.08.2001

Die Monokultur und ihre Folgen (2)

Auch wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte noch lange nicht...

... denn sie werden sich sicher einigen:

AOL und Microsoft kloppen sich um die vorderen Plätze auf Ihrem PC.


26.07.2001

Die Monokultur und ihre Folgen -

Immer wieder, immer öfter: Würmer und Viren

Offenbar zwangsläufig wiederholt sich langsam im EDV-Bereich das, was wir aus der Natur seit Jahrtausenden eigentlich bereits kennen: Monokultur ist gefährlich - erfolgreich grüsst der Borkenkäfer.

Im Heise-Forum des Newsticker ist wieder zu besichtigen, welche Diskussionen mit welchem Niveau und welchen Inhalten diese Mitteilung auslösen:

Zwei virtuelle Würmer, ein reales Chaos.

Zwei neue Würmer geben seit der vergangenen Woche besonderen Anlass zur Sorge: Der E-Mail-Schädling SirCam und der IIS-Wurm Code Red.

Fazit: Die unheilanrichtenden Anhänge an E-Mails werden immer zahlreicher, trickreicher, gefärlicher. Sie befallen fast ausschliesslich Rechner, auf denen Windows® Internet Information Server (IIS) und Mailclients von Microsoft® (Outlook-Varianten) laufen.


Die Dot.Coms: Zukunft, Rettung oder Ärgernis?

In die gleiche Richtung, wenn auch nicht auf den ersten Blick, weist eine weitere Meldung:

Dot.Com-Mitarbeiter vor der Flucht in die Old Economy

Falls die Seite nicht mehr verfügbar ist, hier ein (gespiegeltes) Duplikat.

88 Prozent der Angestellten in Startup-Unternehmen beabsichtigen einen Wechsel in die Old Economy, so das Ergebnis einer Studie  (Kopie).

Fazit: Die Mitarbeiter dort sehen keine Perspektive, verdienen zu wenig und fürchten um ihren Arbeitsplatz.


Und was hat das mit einander zu tun?

In beiden Fällen zeigen die Diskussion mehrere wirklich wichtige Dinge:

  1. Die beiden Artikel erscheinen am selben Tag (26.7.2001) in der Finacial Times Deutschland, sicher nicht das Spezialorgan für Computerviren. Man darf schon daraus schliessen, dass die Redakteure wirtschaftliche (Hinter-) Gründe unterstellt haben.

  2. Die EDV und speziell eine ihrer Anwendungen, das Internet, haben unser Leben mittlerweile nachhaltig im Griff - ob wir das alle merken (wollen) oder nicht. Wir gewöhnen uns an den täglichen Wahnsinn wie an den Schallpegel des Autoverkehrs, deren Abgase, die Staus; die Inflation... Oder wir tun so (cool!), als ob das nun wirklich kein Thema wäre. Man nennt das wohl Verdrängung.

    Einfache E-Mails legen ganze Konzerne lahm, jeder gehobene Gameboy-Anwender kann sich solche Weichware-Bomben basteln und sie losschicken. Die monokulturelle EDV-Ödlandschaft sichert den Erfolg nahezu 100%-ig. Denn Windows ist ja soooo einfach - für alle, Anwender, Bastler, Verkäufer. Eine fast unwürdige Situation, wenn man sich daran erinnert, dass wir schon zum Mond fliegen konnten und eine neue Weltraumstation ihrer Vollendung entgegen sieht.

    Hier bricht sich dann auch der heftige Streit der Windows- und LINUX-Jünger Bahn: Klicken oder nicht klicken? Ganz so einfach ist es nun aber doch nicht. Was sich aber zeigt ist, dass die Apologeten der zwei Glaubensrichtungen technisch wie wirtschaftlich und gesellschaftlich die eigentlichen Probleme nicht angehen:

    Wie verhilft man echten (!) Standards im EDV-Bereich zum Durchbruch? Wie zwingt man multinational agierende Firmen, diese Standards einzuhalten, ihre Implementierung offen zu legen und damit überprüfbar zu machen?

    Wie kann es sein, dass Konzerne, Verwaltungen, ja letzlich Staaten sich von einer Softwarefirma nicht nur auf der Nase herumtanzen lassen sondern sich von ihr abhängig machen - samt der daran hängenden Bevölkerung?

    Diese und andere Fragen berühren nicht in erster Linie den Glauben an das eine oder andere Betriebssystem, an die eine oder andere Implementierung einer grafischen oder textbasierten Oberfläche sondern es stellt sich schlicht und einfach die Frage nach unserer Existenz, unserer Zukunft! Es reicht eine Eröffnungsrede der Staatssekretärin Margareta Wolf (BMWi) auf dem LINUX-Tag 2001 in Stuttgart und Microsoft läuft Amok, interveniert. Man muss schon lesen und verstehen, wogegen Vertreter dieser Firma Sturm laufen, z.B.

    ...

    es geht uns nicht darum, bestimmte Unternehmen in die Schranken zu weisen. Aber ich bin sicher: mehr Wettbewerb im Bereich der PC-Betriebssysteme wird auch der Datensicherheit zugute kommen.

    Das Internet selbst basiert auf offenen Standards und Open Source-Software.

    Lücken in der Sicherheit des Internets werden vor allem dort aufgerissen, wo der Versuch unternommen wird, offene Standards durch geschlossene, nicht einsehbare Standards zu verdrängen.

    “Security through Obscurity”, Sicherheit durch Unbekanntheit, ist also ein Motto von gestern.

    Immer wieder wird es gelingen, Wege in diese geschlossenen Systeme zu finden.

    Der Slogan lautet heute “Security through Transparency”.

    Denn durch die öffentliche Diskussion über erkannte Schwachstellen können Sicherheitslecks schnell beseitigt werden oder können erst gar nicht entstehen.

    Wir sehen hier enorme Potentiale.

    ...

    Fakt ist, dass Microsoft vehement versucht, jede Form von Fortschritt, Freiheit und Standardisierung (das sind keine Widersprüche) zunichte zu machen.

    Dass AOL auch nicht besser ist, steht auf einem anderen Blatt...

    Fakt ist auch, dass das nahezu flächendeckende Microsoftmonopol die Mehrzahl aller Könner der Viren-Branche auf sich zieht (und neue erzeugt), die Bastler und deren Bekämpfer. Eine ganzer Zweig der Softwareentwicklung lebt (und sicher nicht schlecht) davon, Anti-Viren-Software her zu stellen, zu vertreiben, zu bewerben etc. Welche Vergeudung genau der Kenntnisse, die wird doch per Green Card so dringend suchen, was für ein volkswirtschftlicher Schwachsinn!

    In den Jahren vor dem PC, als noch die IBM als unangefochtener Monopolist sowohl die Kunden (das waren damals i.W. die EDV-Leiter grösserer Unternehmen...) an der kurzen Leine führte als auch für die Computerwoche verbal und karikaturistisch das Beissziel Nummer 1 war, da war EDV noch weitgehend kein gesellschaftliches Problem.

    Mit Internet, PCs in fast jedem Haushalt (spätestes mit der Einschulung der Kleinen wird einer fällig), Handies, SMS und Napster nebst Nachfolgern können und dürfen wir uns nicht mehr herausreden: Die kostenlose Kül-/Gefrierkombination (selbstverständlich ins Internet integriert, damit er immer voll ist!) von Aldi & Co. steht in den Startlöchern, demnächst dann auch in den Regalen/Lagern. Keine sage, der käme ihm nicht ins Haus...

    Banken und die Post schliessen ihre Filialen. Wann werden wir gezwungen sein, Kommunikation und Geldgeschäfte elektronisch ab zu wickeln? Wie steht es dann mit der Integrität unserer persönlichen Daten?

    Endlos liesse sich weiter fragen. Mit welchen Geräten und welcher Software werden wir das alles tun? Werden wir wissen, was von uns über die Netzte geht? Wird es uns egal sein? Werden wir gläsern sein, es hilflos ertragen? George Orwell's 1984 wurde 1949 erstmals veröffentlicht. Heute erleben wir mit der Diskussion der TÜKV (Telekommunikations-überwachungsverordnung) eine entscheidende Stufe der staatlichen Neugier auf private E-Mails, das Surfverhalten etc. und mit dem vermehrten Aufstellen von Videokameras an öffentlichen und nichjt-öffentlichen Plätzen:

    • Stefan Krempl: (jk) Die staatliche Neugier auf private E-Mail Neuer Entwurf der Lauschverordnung aktuell, Telekommunikation, Telekommunikations-überwachungsverordnung, TüKV, Strafverfolgung, überwachung c't 5/01, Seite 18

    Anmerkung: Wenn ich hier von Viren rede, so umfasst das Wort als Synonym alle Arten von Schädlingen: Viren, Würmer, Trojaner...

    Auf jede Anti-Software und ihr Update, auf jede Firewall-Variante - ob soft- oder hardware-basiert, auf jeden Patch aus dem Hause Microsoft - auf alles und jedes kommt unweigerlich kurz darauf das Echo: Der neue Virus umschifft die Klippe erfolgreich, der Entwickler xyz hat wieder ein Sicherheitsloch entdeckt, worauf...

    Finden Sie das normal oder gar witzig?

  3. Fassen wir die Frage konstuktiver:

    Gibt es hiergegen denn kein wirksames Gegenmittel?

    Da ich weder blind noch Weltverbesserer bin, weiss ich um die Umfänglichkeit und Bedeutung einer solchen Frage - und erst Recht ernst zu nehmender Antworten. Neben der sicher notwendigen gesellschaftlichen und politischen Diskussion, dennoch:

    Ja, es gibt, zumindest in wesentlichen Teilbereichen. Aber dazu müssen Sie, wie so oft im Leben, die ausgetretenen aber gut geteerten (so dass Sie, wenn's heiss wird, kleben bleiben...) Pfade der Marketing-Profis verlassen. Aber einfache Wahrheiten schaden Ihnen nicht - es sei denn, Sie sind Marketing-Profi...

    Ich fasse es so zusammen: Strategien statt Produkte!

    Kommen Sie also mit - wenn Sie mögen.

  4. Man gewinnt den Eindruck, als ob EDV-Probleme erst sein Gates/Thorvalds existieren. Das Problem mit den Standard, Ihrer Einhaltung und der Verwässerung durch Monopole (früher IBM, auch HP... - heute i.W. Microsoft) bestand aber schon immer.

  5. Es gibt offenbar kein (relevantes) öffentliches "EDV-Gedächtnis", ebenso, wie es ein politisches solches nicht gibt: Alles wird in jeder Generation wieder-gekäut... Oder, etwas weniger provokant: Erfahrung ist wenig gefragt, ist auf jeden Fall weder geil noch mega-cool.

  6. Viele, zumal junge Menschen sind offenbar davon überzeugt, dass minimale EDV-Kenntnisse, ein Handy mit Börsen-Browser und ein schick sortiertes Aktienpaket volkswirtschaftlich genügend Mehrwert schafft, nicht nur sie selbt und ihre fun-Ansprüche zu nähren sondern auch Sozialkosten (Renten, Krankenkassen...) zu decken. Und manche Politiker sagen das auch - an glauben oder gar meinen möchte ich gar nicht denken.

    Bisherige Ergebnisse: Öffenliche Geldverbrennung (früher waren es Menschen, Tiere, zuweilen Bücher, die geopfert wurden...), weniger aber andere Arbeitsplätze...

  7. Neue Ideen sind nicht per se tragende Elemente in einer verzweifelt nach Steigerungsraten Ausschau haltenden Wirtschaft. Amerika hatte das Aktiensyndrom eigentlich vor fast einem Jahrzehnt schon einmal (ebenfalls volkswirtschaftlich erfolglos!) hinter sich gebracht. Erst zu Beginn der Ära Clinton wurde erkannt, dass Aktien-Gewinne keine bleibender Wert für die Gesellschft sind.

    Dass die Zahl der Reichen trotzdem steigt, hat sicher andere Ursachen (Schere zwischen Arm und Reich, Nord-Süd-Gefälle etc. ...). Und jeder wird verlockt, dazu zu gehören.

Was haben also diese Themen miteinander zu tun?

Darüber in Kürze mehr an dieser Stelle...


28.06.2001Gesundheitswesen: Die Krankenkassen erhöhen ihre Beiträge z.T. sehr massiv und auf breiter Front, zufällig ganz viele, zufällig kurzfristig und zufällig kurz vor der Ferienzeit - die Mineralöl-Industrie lässt grüssen, Ostern ist noch nicht so lange her...

Also kein Ende der Misere. Da spricht einerseits der Hartmann-Bund vom "Wachstumsmarkt Gesundheitswesen", gleichzeitig bereiten Baden-Württemberg und Hessen eine Klage gegen den Risiko-Strukturausgleich vor, die zweite Gesundheitsministerin dieser Legislaturperiode steckt eine Riesenschlappe wegen der Mindestbeiträge bei den BKKs ein (Erst CDU, dann Grüne, jetzt SPD - es ist wirklich nicht das Privileg nur einer Partei, am deutschen Gesundheitswesen und der einen oder anderen Lobby zu scheitern) und die Pharmabranche frohlockt, weil die Kassen-Ausgaben für Medikamente überdurchschnittlich gestiegen sind und noch steigen. Also wieder Budgetierung...?

Und derweil werden wir auf eine Zwei-Klassen-Versorgung vorbereitet... Natürlich sollte man sich Gedanken machen, welche Leistungen ein Bürger selbst bezahlen, bzw. wogegen er sich gesondert versichern soll oder muss. Auf Zwänge müssen wir reagieren, keine Frage.

Das wissen wir aber nicht erst seit gestern (Bevölkerungsschwund und Rente, Umwelt, Auto und Gesundheit, Gentechnik, BSE/MKS und Tierhaltung, und und und...). Aber wir sollten auch endlich zur einen oder anderen Lösung kommen. Bequem werden die Lösungen alle nicht werden, also los!

Nur: Die Patienten werden nicht gefragt, nicht beteiligt - selbst beim Zahlen schröpft man sie ungefragt weiter. Die Lobby der Bevölkerung sitzt in den Parlamenten, so man Demokratie recht versteht. Aber so lange die Wiederwahl im nächsten Jahr Platz Eins auf der Wunschliste unserer Lobbyisten ein nimmt...

Und in den Krankenhäusern? Weiterhin Stellenabbau, ungenügende Patientversorgung, in Angst alleine gelassene Pflegebedürftige, gestresstes Pflegepersonal.

Wo also landen die höheren Beiträge? Keiner weiss es, aber der Hartmannbund sieht unmittelbaren Gesprächsbedarf mit allen Beteiligten. Den gibt es permanent und seit Jahr und Tag. Handlungsbedarf anzumahnen wäre präziser.


21.06.2001 Sommeranfang!

Das ist zwar schön, aber keine Neuigkeit. Neu ist, dass diverse Seiten massgeblich erweitert wurden: Kultur und EDV. Schauen Sie rein!


30.05.2001 Komfortext für EURO vorbereitet

Redtenbacher Software hat die Eurounterstützung für Bildschirm, Tastatur und Ausdruck freigegeben.

Wer also neben der offiziellen Bezeichnung EUR, die ja ohne Erweiterungen auskommt, auf das EURO-Symbol euro nicht verzichten mag oder kann, kann sich alles Nötige von der Homepage heruntereladen und gemäss der ausführlichen Anleitung leicht installieren.


30.05.2001 Linuxtage in Stuttgart 5. - 8. Juli

Die grösste europäische Messe rund um Linux findet wieder auf dem Killesberg statt. Alles weitere unter Linuxtag.org


30.05.2001 MS Office XP kommt in die Regale

Wesentlichste Neuerung: Der Würgegriff Microsofts wird wieder eine Spur kräftiger: Ohne Registrierung in Verbindung mit dem aktuellen PC geht nichts mehr. An wirklich Neuem bieter Office XP nicht viel, was andere nicht auch können - aber Vorsicht bei Corel. Teuer, nur Englisch und vor allem: Absturz garantiert.

[Corel]   [Microsoft]  [Sun]


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