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Geh mal wieder...

Museum digital

(30.06.2003) Reale Museen haben ein Nachteil: Man muss hin gehen. Dass das nicht schlecht sein muss, das kriegen wie später... Zunächst hier ein aktueller HInweis auf ein grosses Projekt zur Kultur der Maya. Interessant, dass es vor uns auch schon Menschen gab. Und dass wir (als Menschheit - nicht Sie und ich!) mehr darüber wissen, als wir zeigen und ausstellen können. Was also tun? Das Internet hilft.

Genug geklickt?

Wollen Sie nach all den virtuellen Welten mal wieder was Reales sehen? Dann gehen Sie doch mal wieder in ein Museum!

Wenn Sie vorerst vom Virtuellen nicht lassen mögen, hier ein Einstieg zum Abgewöhnen:

  • museum.de, ein internationales, etwas wirrres Projekt
  • museen.de, das deutsche Webmuseum
  • Kulturportal des dtv (Deutscher Taschenbuchverlag). Hier finden Sie neben dem Zugang zu Museen auch andere Kultur-Hinweise, die weit über das Verlagsprogramm hinausgehen - keine Angst: Keine Werbung...

Mein Vorschlag für den Grossraum Stuttgart:
In Leinfelden-Echterdingen fristet seit Jahren ein kurioser aber hochinteressanter Ableger des Württembergischen Landesmuseums ein Schattendasein, im wahrsten Sinne des Wortes: Das SpielkarteDeutsche Spielkartenmuseum, eine der weltweit wichtigsten Sammlungen rund um die Spielkarte, residiert im Untergeschoss einer Schule in Leinfelden-Echterdingen. Warum an diesem Ort, erklärt sich zwanglos daraus, dass es sich um das ehemalige Spielkartenmuseum der Vereinigten Altenburger und Stralsunder Spielkartenfabriken (VASS) handelt, die dort nach 1945 ihren Sitz hatte.
Die Frage kommt natürlich unvermeidlich: Spielkarten? Sammeln? Wie ü-Eier, Würfelzucker...? Als ich vor Jahren die erste Sonderausstellung besuchte, hatte ich die Antworten recht schnell beieinander. Die Spielkarte ist neben dem Utensil -eben zum Spielen- auch Spiegel und Dokument der menschlichen kulturellen und politischen Entwicklung, in Europa wie auch z.B. in Indien oder China. Ein ungeahnter Blickwinkel tut sich hier auf, das Gehirn bekommt neues Futter, es fängt wieder an zu denken...

So auch in der aktuellen Sonderausstellung Spiele von gestern bis heute, die noch bis zum 16.3.2002 zu sehen ist.

Allerdings, und das ist schmerzlich, mangelt dieser Ausstellung eine gewisse konzeptionelle Linie und Ordnung. Die Erwartungen nach dem Studium des sehr gut gelungenen Prospekts werden nicht erfüllt, Konfusion herrscht vor. Entscheidend auch, wenn man heute von Spielen spricht und Jugendliche ansprechen möchte: Der gesamte Aspekt der heutigen elektronischen Spiele fehlt fast ganz. Lediglich zwei zwar interessante aber dem Thema entsprechend unzureichende Exponate findet man vor: einen Skatcomputer und einen C64. Das ist schade und unverständlich.

Trotzdem: Hingehen, ansehen!


Staatsgalerie Stuttgart:

über die aktuelle Ausstellung von Karin Sander wird an anderer Stelle berichtet. Klicken Sie beherzt hier

 
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