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Programm-
ankündigung

SWR2 extra: Alt gegen Jung

Sendetermine in SWR2 

Samstag, 3. Mai 2003 
12.15 - 12.40 Uhr 
Geld, Markt, Meinung 
Alt und Jung - Das tägliche Spannungsfeld im Arbeitsleben 
 
Sonntag, 4. Mai 2003
8.30 - 9.00 Uhr
SWR2 Aula
Verteilungskämpfe oder Solidarität?
Von Prof. Andreas Kruse, Heidelberg, Gerontologe .

Dass zwischen den Generationen Konflikte schwelen, ist unverkennbar. Das liegt schon daran, dass immer weniger junge Berufstätige für den Lebensunterhalt von immer zahlreicheren älteren Menschen aufkommen müssen. Dieser demographische Effekt könnte zu Verteilungskämpfen führen. Aber dazu muss es nicht kommen. Noch gibt es einigen Spielraum, um die soziale Sicherung diesem Wandel in der Bevölkerungsstruktur anzupassen. Hinzu kommt die Chance, das "Humanvermögen" älterer Menschen, also auch der jungen Generation, besser zu nutzen als bisher. Dafür plädiert der Heidelberger Gerontologe Professor Andreas Kruse.

Montag, 5. Mai 2003
10.05 - 10.30 Uhr
SWR2 Eckpunkt
Dein Ort ist, wo Augen Dich ansehen
Selbsterhaltungtherapie bei Alzheimer
Von Karla Krause

Zuerst fielen ihm nur ein paar Begriffe nicht ein. Er umschrieb sie eben und seine Frau, mit der er mehr als 30 Jahre verheiratet ist, ergänzte angefangene Sätze. Inzwischen ist klar: Dieter K. hat Alzheimer, obwohl er nicht einmal 60 ist. Längst hat er seinen Arbeitsplatz verloren und seinen Führerschein abgegeben. Die Hirnerkrankung schreitet fort und eines Tages wird er nicht einmal mehr seine Leni erkennen können. Darauf bereiten sich die beiden vor - im Alzheimer-Therapie-Zentrum in Bad Aibling. Dort lernen Kranke und deren Partner, mit Alzheimer umzugehen. Karla Krause hat die Therapie und einige Paare in der Klinik erlebt und ihre Erfahrungen dokumentiert: Über das Leben, die Krankheit und besonders die Liebe. 17.05-17.50 Uhr SWR2 Forum Die Solidarität der Generationen in der demographischen Falle Gesprächsleitung: Thomas Ihm

17.05 - 17.50 Uhr
SWR2 Forum
Alt gegen Jung - die Solidarität der Generationen 
in der demographischen Falle 

Verweigern sich Politik und Gesellschaft der Realität, gehen sie mit der Zukunft der Altersversorgung zu gelassen um? Warum mutet diese Generation der kommenden mehr Lasten zu, als sie selber zu tragen bereit ist, und obwohl sie weiß, daß die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schwieriger werden? Dennoch: ein Kampf der Generationen ist derzeit nicht zu sehen, obwohl ihn die ökonomischen Daten suggerieren. Alte und Junge verbindet mehr, als die zugespitze öffentliche Diskussion erkennen läßt. Allerdings erfordert die Krise der sozialen Sicherungssystem, namentlich der Rente, dringend ein Umsteuern.

Es diskutieren Dr.Ute Klammer von der Hans-Böckler-Stiftung, Dr.Helmut Jung von der Hanns-Seidel-Stiftung und der grüne Finanzexperte Oswald Metzger. Die Gesprächsleitung hat Thomas Ihm.

Dienstag, 6. Mai 2003

12.40-13.00 Uhr
SWR2 Kultur im Land
Generationentheater "Zeitsprung" am Landestheater Tübingen

Das Generationentheater "Zeitsprung" wurde 1996 gegründet, das Ensemble besteht aus 15 Laien im Alter von acht bis 76 Jahren. Für eine Produktion wird monatelang geprobt - neben Schule, Beruf, Familienalltag. Thema aller Stücke von Zeitsprung ist das Mit(Gegen)einander der Generationen.

Achtung: Je nach aktueller Themenlage sind Programmänderungen möglich

17.05 - 17.50 Uhr
SWR2 Forum
Reiche Rentner, arme Familien 

Unsere Gesellschaft altert, immer weniger Berufstätige müssen für immer mehr Rentner arbeiten. Dazu kommt die wirtschaftliche Krise: wo weniger zu verteilen ist, verschärft sich der Streit, und die Politik muß sich entscheiden, statt es weiterhin allen recht machen zu wollen. Die Frage "Reiche Rentner, arme Familien?" wird kontrovers diskutiert von dem aktiven Journalisten Walter Wüllenweber ("Stern") und dem pensionierten Wirtschaftswissenschaftler Wilhelm Hankel.

Hörerinnen und Hörer können sich ab 17 Uhr an dieser Diskussion beteiligen - unter der Telefonnummer 07221 - 2000.

Mittwoch, 7. Mai 2003
8.30-9.00 Uhr
SWR2 Wissen
Solange ich geistig fit bin
Studieren im Alter
Von Dorothea Hilgenberg

Immer mehr Hochschulen entdecken bildungshungrige Rentner als neue Zielgruppe. Sie bieten Senioren ein breites, von der Mathematik bis zur Kunstgeschichte reichendes Fächerspektrum an. Dabei können die rüstigen Altsemester ihr Wissen sowohl in speziellen Kursen als auch im Rahmen des allgemeinen Lehrbetriebs vertiefen. Besonders Zielstrebige krönen ihren Lerneifer mit einem akademischen Abschluss. Inzwischen haben auch spezielle Seniorenuniversitäten ihre Pforten geöffnet. Sie bieten ein mehrjähriges Studium, staatliche Abschlüsse und sind international ausgerichtet. Wie fit hält das Studieren im Rentenalter? Wie sinnvoll sind diese Angebote angesichts überfüllter Massenuniversitäten? Und was denken die jungen über ihre bejahrten Kommilitonen?

10.05 Uhr
SWR2 Eckpunkt
Wohin mit den alten Eltern
Eine Tochter im Konflikt
Von Marie Zibell

Er ist humorvoll und charmant, aber mit ihm zusammen zu leben, ist nicht ganz einfach. Als Marie Zibells Vater sich nicht mehr alleine versorgen konnte, hat sie ihn zu sich nach Hause geholt. Samt seinem Hund. Sie beschreibt das Zusammenleben mit ihm, seine Unbekümmertheit und die schließliche Verwirrtheit, die sie oft ganz nervös macht - besonders wenn er das Badewasser über den Rand laufen lässt oder in den Schrank pinkelt. Irgendwann muss sie sich eingestehen, dass sie es alleine nicht mehr schafft. Als nach dem Tod des Vater auch noch Marie Zibells Mutter krank wird, die bislang gut alleine lebte, fragt sie sich, ob es wirklich das beste für die Eltern ist, von den Kindern versorgt zu werden. Und ob sie nach neun Jahren Pflege nicht endlich auch ein Recht auf ein eigenes Leben hat.

12.40-13.00 Uhr
SWR2 Kultur im Land
Erzählcafé in Ulm

Seit drei Jahren ist das Erzählcafé in Ulm überaus erfolgreich. Zeitzeugen treffen hier junge Leute, um ihnen Geschichte nähr zu bringen. Wie nebenbei wird so der Dialog zwischen den Generationen gefördert. Das ist ganz im Sinne des Zawiw, des Zentrums für allgemeine wissenschaftliche Weiterbildung an der Uni Ulm, das das Erzählcafé in Ulm angeregt hat. Autorin: Anita Schlesak

Achtung: Je nach aktueller Themenlage sind Programmänderungen möglich

Donnerstag, 8. Mai 2003
10.05 Uhr
SWR2 Eckpunkt
Ich dulde nicht mehr
Alterdiskriminierung in Deutschland
Von Jenni Rieger

Da ist der 45-jährige, dem das Arbeitsamt mitteilt, er sei zu alt für eine Umschulung. Da ist die Dame, der an ihrem 75. Geburtstag ihre Unfallversicherung gekündigt wird, nachdem sie 40 Jahre Kunde war oder der 74-jährige, dem der Hauswirt keine Wohnung vermieten will, da er ja ohnehin bald sterbe. Solche Erlebnisse sind keine Seltenheit - nur werden sie in Deutschland kaum wahrgenommen. Obwohl die Gesellschaft immer älter wird, will sich kaum einer mit Altersdiskriminierung beschäftigen, sagt Hanne Schweizer. Sie leitet das erste deutsche Büro gegen Altersdiskriminierung und versucht für diese Form der Diskriminierung zu sensibilisieren. Denn eine bewusste Wahrnehmung ist die Voraussetzung zur Veränderung. Und zum Glück gibt es immer mehr Junge, die wissen, dass heute die Verhältnisse für ihr eigenes Alter geprägt werden - und immer mehr Alte, die nicht mehr stillschweigend alles dulden.

12.40-13.00 Uhr
SWR2 Kultur im Land
Zur Zukunft der Familie - Paul Kirchhoff zu Gast im Studio

Am 8. Mai beginnen die Stuttgarter Schlossgespräche zum Thema "Der alternde Kontinent - Familienmodelle im internationalen Vergleich". Den Eröffnungsvortrag hält der ehemalige Verfassungsrichter Paul Kirchhoff. Vorher ist er zu Gast bei Kultur im Land und präsentiert seine Thesen.

Achtung: Je nach aktueller Themenlage sind Programmänderungen möglich

Freitag, 9. Mai 2003
10.05 Uhr
SWR2 Eckpunkt
Zwischen Liebe und Pflichtgefühl
Eine nicht mehr junge Tochter erzählt über ihre alten Eltern
Von Helga Weisse

Sie sind beide Mitte Neunzig und sie interessieren sich noch immer für jeden einzelnen in der Familie. Auch wenn sie sich über vieles wundern. Da ist der Urenkel mit den grünen Haarsträhnen - was sagt bloß die Lehrerin dazu? Und der Enkel mit der sicheren Stelle - schwer zu verstehen, dass er mir nichts dir nichts kündigt und ein Rucksack Jahr einlegt. Es ist nicht mehr ihre Zeit. Wenn ihre Tochter Helga einmal nicht zu erreichen ist, erfasst sie eine große Unsicherheit. Denn die Tochter hat es gelernt, die Welt mit ihren Augen zu sehen und hilft ihnen, sich darin noch zurecht zu finden. Helga Weisses ausgefüllter Alltag spielt sich zwischen dem stolzen "Das kann ich schon alleine" der ins Leben wachsenden Enkel und einem leisen "Das kann ich nicht mehr alleine" der hochbetagten Eltern ab.

12.40-13.00 Uhr
SWR2 Kultur im Land
Spielplan für alle Generationen

Stimmt es, dass die meisten älteren Theaterbesucher zeitgenössischen Stücken erstmal skeptisch gegenüber stehen und in "ihrem" Theater am liebsten hübsche Operetten und viele Klassiker sehen würden? Ganz so ist es nicht, aber einen Spielplan für ein großes Theater zu entwerfen, ist alles andere als einfach. Das Badische Staatstheater Karlsruhe übt jedes Jahr wieder den Spagat. Da sind die Vorlieben der vielen, meist älteren Abonnenten, die sich freuen, wenn sie bekannte Stücke (wieder-)sehen und da ist der eigene Anspruch das zeitgenössische Theater abzubilden. Mit Uraufführungen und modernen Inszenierungen, mit denen man hofft, auch Studierende und neue Zuschauer zu gewinnen. Autorin: Marie-Dominique Wetzel

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